AT&S wächst bei Mobile Devices Detail - Computerwelt

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24.01.2012 apa/Rudolf Felser

AT&S wächst bei Mobile Devices

Der Markt für Smartphones und Tablets hat beim Leiterplattenhersteller zu Umsatzsteigerungen geführt, im Sektor Industrieelektronik lief es ob einer schwachen Auftragssituation weniger gut.

Der weiter wachsende Markt der Smartphones und Tablets hat beim börsenotierten Leiterplattenhersteller AT&S in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs 2011/12 (per Ende März) zu Umsatzsteigerungen im Bereich Mobile Devices geführt. Im Sektor Industrieelektronik bekam AT&S allerdings eine schwache Auftragssituation zu spüren, was im Werk Leoben zum Abbau von Leiharbeitern führte.

Beim Autozulieferbereich war die Auftragslage stabil. Der Ausblick wird aufgrund der jüngsten Zahlen leicht gesenkt. Statt 535 bis 550 Mio. erwartet AT&S für das Gesamtjahr nun rund 500 Mio. Euro Umsatz. Die EBIT-Marge werde zwischen 8 und 9 Prozent liegen, die ursprüngliche Prognose hatte 9 Prozent anvisiert. Das Investitionsvolumen bleibt unverändert bei 130 Mio. Euro, hieß es heute Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien.

Der Gesamtumsatz der ersten drei Quartale (April bis Dezember 2011) erreichte 371,8 Mio. Euro, im dritten Quartal wurden 129,9 Mio. erlöst. Das operative Ergebnis (EBIT) erreichte in den ersten neun Monaten 31,6 Mio., im dritten Quartal lag es bei 12,1 Mio. Das Konzernergebnis der ersten drei Quartale beläuft sich auf 21,9 Mio. Euro, im dritten Quartal auf 7,9 Mio. Euro. Die Finanzkennzahlen sind durch Währungseffekte bzw. den Kurs der chinesischen Währung (Yuan) zum Euro beeinflusst. So stieg die Bilanzsumme von 668,9 Mio. (Ende des zweiten Quartals) auf 722 Mio. Euro zum Jahresende 2011, der Verschuldungsgrad sank von 95,7 auf 88,4 Prozent und die Eigenmittelquote stieg leicht von 39,1 auf 40,1 Prozent. Neben der im November 2011 begebenen fünfjährigen 100-Mio.-Unternehmensanleihe will der Konzern auch durch einen Kontrollbank-garantierten Kredit seine Finanzierung mehr am längeren Ende aufstellen.

Im Markt Mobile Devices, der aus den Werken in Asien beliefert wird, profitiert der Leiterplattenhersteller weiter von einer starken Nachfrage und einer breiten Aufstellung. Acht der zehn führenden Hersteller werden von AT&S beliefert, nicht (mehr) auf der Kundenliste sind Nokia und Samsung. Vorstandsvorsitzender Andreas Gerstenmayer verwies auf den Rekordumsatz von 83 Mio. Euro, der in dem Segment im dritten Quartal erzielt wurde, ein Plus von neun Prozent gegenüber dem zweiten Quartal. Zum Vergleich: Im 3. Quartal des vorigen Geschäftsjahres lag der Mobile Devices-Umsatz erst bei 65,2 Mio. Euro.

Allerdings verlief das Weihnachtsgeschäft mit den mobilen "Alleskönnern" bei einigen Kunden nicht den hohen Erwartungen gemäß, auch Verschiebungen bei Auslieferungen hatten Auswirkungen auf Umsatz und Lagerbestand. Trotzdem ist der Bereich Mobile Devices das bei weitem umsatzstärkste Segment des Konzerns.

Die Industrieelektronik hingegen schwächelt und hat im 3. Quartal einen Tiefstand von 26,3 Mio. Euro Umsatz erreicht. Die Kunden seien bei den Aufträgen sehr zurückhaltend, der Markt wegen der Finanz- und Schuldenkrise sehr verunsichert, meinte CEO Gerstenmayer heute. Für das Werk Leoben-Hinterberg bedeutete das den Abbau von rund hundert Leiharbeitern, die Stammbelegschaft wurde aber nicht reduziert. Die Zahl der Mitarbeiter liegt weltweit bei insgesamt 7.500 Mitarbeitern, in Österreich arbeiten etwa 1.200.

Im Automotive-Sektor lag der Umsatz mit 19,7 Mio. Euro zwar unter dem Vorquartal mit 22,4 Mio. Euro, aber noch deutlich besser als vor einem Jahr. Der Trend zu mehr Elektronik um Auto hält an, daher ist auch AT&S betreffend der Umsatzentwicklung in diesem Segment optimistisch.

Neben Information und Kommunikation sowie Mobilität wird auch die Gesundheit immer wichtiger: Ganz neu im Portfolio sind die Herzschrittmacher mit AT&S-Technik im Inneren: Im Jänner wurden die ersten Taktgeber mit einer Leiterplatte von AT&S in Serie ausgeliefert. Den Kunden für dieses Medizintechnik-Produkt gibt AT&S – wie bei den übrigen Bereichen – nicht namentlich bekannt. Durch die Zertifizierung mit der Medizinprodukte-Norm ISO 13485 wurden die Anforderungen für das Qualitätsmanagementsystem bereits heute erfüllt. (apa)

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