Megaupload-Nachfolger in den Startlöchern Detail - Computerwelt

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20.01.2012 Alex Wolschann/apa

Megaupload-Nachfolger in den Startlöchern

Wir sind dem Justizministerium zutiefst dankbar, erklärte der amerikanische Verband der Musikindustrie nach dem Schlag des FBI gegen die Online-Plattform Megaupload.

Wir sind dem Justizministerium zutiefst dankbar, erklärte der amerikanische Verband der Musikindustrie (RIAA) nach dem Schlag des FBI gegen die Online-Plattform Megaupload. Auf den Servern dieses kommerziellen Portals wurden regelmäßig Kopien von urheberrechtlich geschützter Musik bereitgestellt.

Doch während die RIAA sich noch freute, war ihr Webauftritt schon von empörten Megaupload-Nutzern lahmgelegt - und andere Anbieter stehen bereit, um die Lücke für den Datenaustausch zu schließen. "Das ist wie bei einer Hydra", sagt der Urheberrechtsexperte der deutschen Piratenpartei, Andreas Popp. "Schlägt man ihr einen Kopf ab, wachsen sofort andere nach." Die Razzia vom Freitag gegen Megaupload werde nur dazu führen, dass sich die Nutzer andere Wege suchten. "Das Internet interpretiert Zensur als Fehler und routet darum herum, sucht sich also neue Wege. Das hat man erst bei Napster gesehen, dann bei Kazaa und später bei Pirate Bay." Napster wurde in seiner ursprünglichen Form 2001 dichtgemacht, Kazaa folgte als kostenloses Angebot 2006, im gleichen Jahr gab es auch eine Razzia gegen Pirate Bay.

Es werde wieder andere solcher Dienste geben, räumt der Geschäftsführer des Bundesverbands Musikindustrie (BVMI) in Deutschland, Florian Drücke, ein. Aber Tatenlosigkeit sei keine Alternative. Und da Einrichtungen wie Megaupload oder das bereits stillgelegte kino.to mit erheblicher Professionalität aufgesetzt worden seien, sei dazu auch einiger Aufwand erforderlich. "Wenn man solche Formen der organisierten Rechtsverletzung an der Wurzel fassen kann, dann ist das das Mittel der Wahl." Gleichzeitig werde das Angebot an legalen Internet-Diensten weiter ausgebaut. "Es gibt bereits über 60 legale Dienste, da kann jeder denjenigen finden, der zu ihm passt."

Megaupload stellte seinen Nutzern - nach eigener Werbung waren das rund 50 Millionen am Tag - Server zur Verfügung, auf die alle möglichen Dateien kostenlos hochgeladen werden konnten. Für bevorzugte Verbindungen beim Download der Daten kassierte das von Kim Schmitz (Kim Dotcom) gegründete Unternehmen Geld. Außerdem zeigte Megaupload Online-Anzeigen im Umfeld der Download-Links.

Nach der Abschaltung der Server reagierten viele Nutzer emp

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