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16.01.2012 Alex Wolschann/apa

Telekom Austria an Bulgariens Vivacom interessiert

Der zweitgrößte bulgarische Telekomkonzern Vivacom steht vor dem Verkauf, als wahrscheinlichster Käufer gilt die börsenotierte Telekom Austria.

Der zweitgrößte bulgarische Telekomkonzern Vivacom steht vor dem Verkauf, als wahrscheinlichster Käufer gilt die börsenotierte Telekom Austria (TA), berichtet "Die Presse". "Kein Kommentar" hieß es seitens der Telekom Austria, die in Bulgarien bereits mit der Mobilfunktochter MobilTel vertreten ist, zur APA.

Laut der Zeitung könnte die TA mit einem Kauf ins Festnetz in Bulgarien einsteigen und damit Synergien erzielen. In einer ersten Runde im November 2011 habe unter anderem die Telekom Austria Interesse gezeigt, so die Zeitung. Ein Kaufpreis für die finanziell angeschlagene Vivacom werde derzeit noch nicht kolportiert, so die Zeitung weiter. Der Schuldenberg soll 1,65 Mrd. Euro betragen, weshalb es beim geplanten Verkauf vor allem um die Übernahme der Verbindlichkeiten und die Restrukturierung des Unternehmens gehen soll. Seit der Privatisierung hat die Vivacom einige Eigentümerwechsel hinter sich, zuletzt übernahm der chinesische Unternehmer Richard Li, Sohn von Hutchison-Boss Li Ka-Shing, den Telekomkonzern vom pleitegegangenen US-Versichrer AIG. Li will kein Geld mehr nachschießen und verkauft nun Vivacom. Das bulgarische Telekomunternehmen habe sich zuletzt mit Dumpingpreisen auf Kundenfang begeben und damit auch die MobilTel angegriffen.

Ob die Telekom Austria ein Angebot legen wird, steht laut Zeitung noch nicht fest. Vor allem Finanzvorstand Hans Tschuden soll im Hinblick auf erwartete Belastungen in Weißrussland wegen der Rubelabwertung auf der Bremse stehen. Er fürchte einen neuen Klotz am Bein, heißt es.

Als weitere Interessenten für die angeschlagene Vivacom werden Turkcell, Türk Telekom und der bulgarische Banker Tsvetan Wassilew gehandelt. Die beauftragte Investmentbank Morgan Stanley soll den Verkauf bereits im 1. Quartal 2012 unter Dach und Fach bringen wollen.

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