Intel startet Aufholjagd bei Smartphones Detail - Computerwelt

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11.01.2012 Alex Wolschann/apa

Intel startet Aufholjagd bei Smartphones

Der weltgrößte Chiphersteller Intel setzt zur Aufholjagd auf dem rasant wachsenden Smartphonemarkt an.

Der weltgrößte Chiphersteller Intel setzt zur Aufholjagd auf dem rasant wachsenden Smartphonemarkt an. Auf der weltgrößten Unterhaltungselektronikmesse CES in Las Vegas gab der US-Konzern langjährige Verträge mit dem US-Handyhersteller Motorola und dem chinesischen Computerproduzenten Lenovo bekannt.

Die Medion-Mutter Lenovo werde im zweiten Quartal ein Smartphone für den chinesischen Markt herausbringen, das mit Intels neuestem Chip ausgestattet sei, kündigte Intel-Chef Paul Otellini am Dienstag an. Bisher hat das Großunternehmen aus Santa Clara den Wandel vom herkömmlichen Geschäft mit Personalcomputern hin zu den kleineren und handlicheren Geräten wie Tablets und Smartphones verschlafen. Intel-Prozessoren stecken zwar weltweit in rund 80 Prozent aller PC, die mobilen Geräte laufen jedoch hauptsächlich mit ARM und Texas Instruments.

Otellini zufolge wird Motorola, die kurz vor einer Übernahme durch Google stehen, ein Handy mit Android-Software und Intel-Halbleiter in die Läden bringen. Intel hat zugesichert, dass der neue "Medfield"-Chip sparsam genug arbeitet, um den energieeffizienten Modellen des britischen Wettbewerbers ARM Konkurrenz zu machen. Lange Zeit war das Problem, dass die auf Computer ausgerichteten Intel-Chips zu viel Strom für den mobilen Gebrauch verbrauchten. "Wir werden eng mit Motorola und Google zusammenarbeiten und wirklich herausfinden, welche Dinge wir tun können, um einzigartig und anders zu sein", sagte der zuständige Intel-Manager Dave Whalen. Motorola wird von Google geschluckt, die mit Android das auf Smartphones am weitesten verbreitete Betriebssystem anbieten.

Zugleich nimmt Intel das Rennen um das boomende Tablet-Geschäft auf. Der Konzern will sich vor allem um die neuen superdünnen Laptops bemühen, wie sie jetzt auch Hewlett-Packard anbietet und die sich am Macbook Air von Apple orientieren. Genaueres gab Otellini noch nicht bekannt.

Analysten sind zuversichtlich, dass die neuen Kooperationen Intel voranbringen. Börsianer halten die kommenden Monate für entscheidend für die Zukunft des Konzerns, dessen Schicksal davon abhängt, wie er sich künftig auf dem Smartphone- und Tabletmarkt schlägt. Die Experten von IHS iSuppli rechnen damit, dass der Smartphone-Absatz im laufenden Jahr um 32 Prozent zulegt. Bei der Nachfrage nach PC-Chips wird hingegen im besten Fall mit einem leicht Plus gerechnet.

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