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16.12.2011 apa/Rudolf Felser

Telekom Austria: Pecik-Sorge um Firmen-Substanz

Telekom-Austria-Investor Ronny Pecik will für 2011 für seine Anteile keine Dividende kassieren, er plädiert dafür, den (möglichen) Gewinn 2011 im Unternehmen zu belassen.

Dies geht aus einem Interview Peciks in dem am Freitag erschienenen Nachrichtenmagazin "Format" hervor. Unüberhörbar kritisch äußert sich Pecik über Telekom-Finanzvorstand Hans Tschuden, den er für die geplante Dividendenausschüttung hauptverantwortlich macht. Der Investor befindet sich in Verhandlungen über den Weiterverkauf jenes Telekom-Aktienpakets, das er mit Hilfe eines ägyptischen Partners gerade zusammenkauft.

Ein Verzicht auf die den Aktionären bereits seit längerem angekündigte Ausschüttung würde den Wert der Anteile – auch jener Peciks – steigern. "Ich verstehe seine Dividendenpolitik nicht", gibt Pecik in dem Interview zu Protokoll. "Dividenden müssen vom Gewinn und nicht von der Substanz bezahlt werden (...) Die Telekom ist derzeit nicht in der Lage, solche üppigen Dividenden auszuschütten."

Wie berichtet will die Telekom pro Anteilsschein 0,76 Euro ausschütten. Pecik trifft sich in seiner Kritik mit Betriebsratschef Walter Hotz, der vehement gegen die Ausschüttung auftritt. Mit Hotz, der sich in seinen öffentlichen Äußerungen gegen den Einstieg der Pecik-Gruppe wehrt, hat sich der Investor in der vergangenen Woche getroffen.

Pecik hat sich auch schon zweimal mit Telekom-Chef Hannes Ametsreiter zu "konstruktiven" Gesprächen getroffen, aber noch nicht mit Finanzvorstand Tschuden. Von einem Nachfolger für Hannes Ametsreiter ist in dem Pecik-Interview nicht die Rede, sehr wohl aber von der Neubesetzung von Aufsichtsratssitzen: "Ich habe gerade begonnen, Gespräche mit Kandidaten zu führen, darunter mit einer kompetenten Managerin für den Aufsichtsrat, aber noch ist nichts fix."

Wie berichtet gibt es Ablösegerüchte um Ametsreiter, als mögliche Nachfolger werden sein Vorgänger Boris Nemsic und Post-Chef Georg Pölzl genannt. Letzter kommt nach dessen eigenen Aussagen aber nicht in Frage, wie aus einem am Freitag erschienenen Interview mit den "Vorarlberger Nachrichten" (VN) hervorgeht: "Ich denke nicht daran, von der Österreichischen Post irgendwohin zu wechseln." Eine Rückkehr von Nemsic hatte Pecik diese Woche im "News"-Interview ausgeschlossen – selbst für einen Aufsichtsratsposten.

Gute Chancen auf den Telekom-Chefsessel hat dagegen Orange Austria-Chef Michael Krammer, dessen Unternehmen möglicherweise an den Mitbewerber "3" verkauft wird. Krammer ist dem Vernehmen nach intensiv bei (Noch-)Mehrheitsaktionär ÖIAG im Gespräch.

Laut "Format"-Bericht vom Freitag wird Pecik kommende Woche bekanntgeben, dass seine Gruppe mittlerweile 20 Prozent an der Telekom kontrolliert – bisher bekannt waren erst gut 15 Prozent -, angestrebt sei die Sperrminorität. Der ägyptische Milliardär Naguib Sawiris ist nach Auskunft Peciks der einzige Partner in seinem Konsortium. Als mögliche Interessenten für einen Wiederverkauf werden in dem Magazin die norwegische Telenor, aber auch der russische Mischkonzern Sistema gennnt. (apa)

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