Deutsche Telekom dementierte Joint-Venture-Pläne Detail - Computerwelt

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01.12.2011 apa/Rudolf Felser

Deutsche Telekom dementierte Joint-Venture-Pläne

Die Deutsche Telekom hat einen Bericht über Pläne für ein Joint Venture mit dem US-Konzern AT&T auf dem amerikanischen Mobilfunkmarkt zurückgewiesen.

Der Konzern konzentriere sich weiter voll darauf, die Zustimmung für den Verkauf seiner US-Tochter an AT&T zu erhalten, sagte ein Telekom-Sprecher. "Es gibt keinen Plan B." AT&T war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Eine mit den Verhandlungen vertraute Person sagte Reuters am Donnerstag, es gebe derzeit keine Gespräche über ein Joint Venture. "Wir setzen auf Sieg und nicht auf Platz." Das "Wall Street Journal" hatte am Mittwoch unter Berufung auf mit den Überlegungen Vertraute berichtet, die Telekom und AT&T suchten angesichts der massiven Widerstände beim geplanten Verkauf von T-Mobile USA nach neuen Wegen. So erwägten die beiden Konzerne als Alternative zur Übernahme der Telekom-Tochter durch AT&T unter anderem eine Kooperation. Die Gespräche seien zwar noch im Anfangsstadium, aber mit den aufgekommenen regulatorischen Problemen sei ein Joint Venture eine Möglichkeit, die sich die Unternehmen wahrscheinlich genauer anschauen würden.

Ein Insider sagte Reuters, ob ein mögliches Joint Venture von den Kartellbehörden genehmigt würde, hänge ganz von dessen Ausgestaltung ab. Um sich die Netze zu teilen, gäbe es einige Wege, dies zu tun, ohne auf kartellrechtliche Bedenken zu stoßen. Aber der Teufel stecke im Detail. Zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten, falls die Übernahme unter der Voraussetzung genehmigt würde, dass die Konzerne einige Unternehmensteile veräußerten, habe die Telekom AT&T vorgeschlagen, potenzielle Käufer mit "einigen Mrd. Dollar" zu unterstützen.

Die Zeitung berichtete, es werde erwartet, dass AT&T in den kommenden Tagen dem US-Justizministerium vorschlagen werde, Unternehmensteile zu veräußern.

Die Telekom will T-Mobile USA für 39 Mrd. Dollar (29,1 Mrd. Euro) an AT&T verkaufen. Sowohl die US-Telekommunikationsaufsicht FCC als auch das Justizministerium hatten Bedenken gegen den Deal geäußert, weil ATT bereits eine starke Position im US-Markt hat. Experten glauben immer weniger daran, dass das Geschäft zustande kommt. Erst am Dienstag hatte die Ratingagentur Standard Poor`s erklärt, dass sie nicht mehr davon ausgehe, dass die Transaktion genehmigt werde. Für die Telekom wäre das eine herbe Schlappe, denn der Konzern müsste sich dann auf eine Verzögerung beim Abbau seiner Schulden einstellen.

Die FCC hat sich mittlerweile aus der Prüfung des geplanten Verkaufs zurückgezogen, nachdem die Unternehmen den Zulassungsantrag zurückgenommen hatten. Die FCC wollte den Deal genauer unter die Lupe nehmen, womit sich ein Abschluss des Verkaufs noch weiter in die Länge gezogen hätte. Die Konzerne wollen sich auf das parallel laufende kartellrechtliche Verfahren konzentrieren. (apa)

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