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30.11.2011 Edmund E. Lindau

HP-Österreich weiter optimistisch

Erfolgreiche Projekte in Österreich abgeschlossen, Auftragslage im zweiten Halbjahr stagnierend.

Mit einen Marktanteil von 33 Prozent stehe Hewlett Packard nach wie vor gut in Österreich da, so HP-Österreich-Chef Rudolf Kemler im Rahmen eines Hintergrundgespräches. »Das erste Halbjahr ist zufriedenstellend verlaufen«, die Umsätze der zweite Jahreshälfte hätten sich jedoch deutlichen verlangsamt. Trotzdem nehme man in Österreich nach wie vor eine Spitzenposition ein: »Jeder zweite Industriestandardserver, Bladeserver und Tintenstrahldrucker, der in Österreich im Einsatz ist, kommt von Hewlett Packard«.

Besorgt zeigt sich Kemler vor allem, was die Storage-Systeme betrifft. Bei ihnen könnte es in den nächsten Monaten zu weiteren Preissteigerungen kommen: »Da stehen wir, aber auch die ganze Branche, noch vor großen Herausforderungen. Der Ausfall von Fertigungskapazitäten durch die Überschwemmungen auf den Philippinen und fehlende Bauteile und Komponenten aus Japan, lassen weitere hohe Preissteigerungen erwarten.«

Vorsichtig äußerte sich Kemler zu den Vorgängen rund um die Ankündigung des mittlerweile aus dem Unternehmen ausgeschiedenen HP-CEO Léo Apotheker. »Seine Ankündigung, die PC-Sparte abstoßen zu wollen, war nicht besonders hilfreich.« Doch hätte man in Österreich dadurch bis jetzt keine großen Kunden verloren. »Der Super-GAU ist ausgeblieben, aber wir hatten großen Erklärungsbedarf.« Ein Drittel des weltweiten Umsatzes in Höhe von 127,4 Milliarden erzielte HP im Geschäftsjahr 2010/11 mit PC – bei sinkenden Margen. Positiv bewertet Rudolf Kemler die Aussage der neuen HP-Chefin Meg Whitman, am PC-Segment festhalten zu wollen.

Was die weitere Zukunft von HPs Tablettechnologie in Form des Slate betrifft, äußert sich Kemler zurückhaltend. Dazu gäbe es noch keine Entscheidungen. Dabei sei speziell das eigene WebOS für den Slate in vielen Dingen dem Mitbewerber voraus, wie Kemler zu berichten weiß.

INTERNATIONALER ZICKZACK-KURS HP hatte die Kunden in den vergangenen Monaten mit einem Zickzack-Kurs verwirrt. Erst wollte der deutsche Konzernchef Léo Apotheker sich von dem PC-Geschäft trennen, weil es zu wenig Gewinn bringe. Als daraufhin der Aktienkurs einbrach, wurde Apotheker entlassen. Die ehemalige Ebay-Chefin Meg Whitman, die schließlich das Ruder übernahm, entschloss sich, die PC-Sparte zu behalten. Allein Apothekers Notbremse beim verlustreichen Geschäft mit der mobilen Plattform WebOS belastete die Quartalsbilanz mit mehr als einer Milliarde Dollar.

Die neue HP-Chefin Meg Whitman will die chaotischen Querelen der vergangenen Monate mit einem »Jahr des Neustarts und Wiederaufbaus« hinter sich lassen. Hierzu möchte sie das Forschungsbudget aufstocken und die schwächelnde Service-Sparte restrukturieren. HP könne nicht mehr allein aus Zukäufen wachsen. Allerdings dürften die Früchte dieser Investitionen erst in ein paar Jahren zu sehen sein.

Jüngster Zukauf um 10,3 Mrd. Dollar war der auf Analysesoftware spezialisierte britische Hersteller Autonomy im August dieses Jahres.

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