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02.11.2011 Christof Baumgartner

KMU unzufrieden mit der Politik

Unternehmen fordern weniger Bürokratie, weniger Steuern und mehr Geld für Aus- und Weiterbildung.

Obwohl sie die Zukunft der österreichischen Wirtschaft nicht sehr rosig sehen, sind die heimischen KMU mit ihrer eigenen Situation recht zufrieden und blicken optimistisch in die Zukunft. Zu diesem Ergebnis kommt der »Sage Business Index«, den der Softwareanbieter Sage regelmäßig unter seinen Kunden weltweit erhebt. Dabei wurden auch 332 heimische Unternehmen aus den verschiedensten Branchen befragt. Auch die weltweite Wirtschaftssituation wird eher negativ beurteilt. Trotzdem gehören die österreichischen KMU gemeinsam mit den deutschen zu den Unternehmen, die gesamteuropäisch die Wirtschaftslage im eigenen Land am positivsten sehen. Es herrscht laut den Studienergebnissen der Eindruck, als ob die aktuelle Krise eine Staatenkrise ist, aber noch kein Thema der mittelständischen Wirtschaft. Die pessimistischsten Länder die eigene Wirtschaft betreffend sind Großbritannien und die USA. Bei der Frage nach den positiven Parametern im österreichischen Wirtschaftsleben sind die Themenbereiche Unternehmenskultur und Unternehmergeist mit 47 Prozent, daneben das Vorhandensein von gut ausgebildeten Arbeitskräften mit 45 Prozent und weiter der gute Zugang zu internationalen Märkten mit 33 Prozent die häufigsten Nennungen. Keine große Überraschung ist auf der anderen Seite das Ergebnis der Frage nach den größten Hindernissen und Ärgernissen: Hier stehen die überbordende staatliche Bürokratie und behindernde Wirtschaftsgesetzgebung, neben Unternehmenssteuern und die schlechte Performance der Regierung im Umgang mit den aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen im Vordergrund.

Zu viel Bürokratie Niederschmetternd für die heimischen politischen Entscheidungsträger ist das Ergebnis nach der Frage, ob die Unternehmer der Meinung sind, von der Regierung ausreichend Unterstützung zu erfahren. 75 Prozent beantworten diese Frage mit einem klaren Nein. In allen Ländern sind die primären Wünsche der Unternehmen an ihre Regierungen ähnlich: die Bürokratie abzubauen, Steuern und die Staatsschulden zu reduzieren und in Aus- und Weiterbildung der Arbeitskräfte zu investieren. Die bedeutsamsten wirtschaftlichen Herausforderungen der letzten sechs Monate waren die gestiegenen Kosten für Energie, Treibstoff und Rohmaterialien, das Umsatzniveau der Vergangenheit zu halten bzw. auszubauen, Neukunden zu gewinnen und neue Märkte zu adressieren. Für die nächsten sechs Monate erwarten die österreichischen Unternehmen die gleichen Themen nur in anderer Reihenfolge: Dem Halten des Umsatzes folgt die Neukundengewinnung bzw. der Ausbau neuer Märkte, während an dritter Stelle nun die befürchtete Kostensteigerung bei Energie, Treibstoff und Rohmaterialien steht. »Auch wir sehen bei unseren Kunden eine durchaus positive Grundstimmung; Auch wenn mir bewusst ist, dass unsere Ergebnisse durchaus im Widerspruch zu überwiegend negativen Berichterstattung in fast allen Medien sind«, sagt Benigna Prochaska, Geschäftsführerin von Sage in Österreich.

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