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17.10.2011 apa/Rudolf Felser

Ronny Pecik steigt bei Telekom ein

Nun ist es offiziell: Der Wiener Investor Ronny Pecik ist wie erwartet bei der Telekom Austria eingestiegen. Als einer der Investoren wurde der ägyptische Milliardär Naguib Sawiris genannt.

Wie die börsenotierte Telekom Austria mitteilte, hat die RPR Privatstiftung per 14. Oktober indirekt über die Tochter Marathon Beteiligungs GmbH, Wien, und deren Tochter Marathon Zwei eine jederzeit ausübbare Call-Option (american style) auf Aktien an der Telekom Austria AG erworben.

Diese Call-Option ermöglicht es der Marathon Zwei Beteiligungs GmbH bis zum 18. Juni 2012 Aktien in einem Ausmaß von höchstens 5,4 Prozent, was Stimmrechten in Höhe von 5,4 Prozent entspricht, zu erwerben. Darüber hinaus hält die RPR Privatstiftung bereits 64.721 Aktien und die Tochtergesellschaften 310.000 Aktien an der Telekom Austria AG – zusammen 0,0846 Prozent – wodurch der RPR Privatstiftung insgesamt ca. 5,485 Prozent der Aktien zurechenbar wären.

Das Telekom Austria-Grundkapital setzt sich aus 443 Mio. Aktien zusammen. Zu Mittag notierte die Aktie mit 8,35 Euro um 1,24 Prozent höher.

INTERESSE BESTÄTIGT Bereits Anfang September hat das Nachrichtenmagazin "Format" berichtet, dass Pecik gemeinsam mit drei Investoren mit bis zu 20 Prozent bei der Telekom Austria einsteigen wolle. Dabei hieß es, dass einer der Investoren der ägyptische Milliardär Naguib Sawiris sei, dem der ägyptische Telekomkonzern Orascom gehört. "Die Meldung stimmt nicht", hatte Pecik damals erklärt. Mit Orascom hatte Naguib Sawiris schon 2008 Interesse an der Telekom Austria gezeigt.

Eine Woche später, Mitte September, berichtete das Magazin, dass Pecik gemeinsam mit Naguib Sawiris bereits Aktien der teilstaatlichen Telekom Austria im Umfang von 565 Mio. Euro halte. Im Schnitt habe er 8,50 Euro je Aktie gezahlt, hieß es. Wiederum wurde dies weder von Pecik noch von der Telekom bestätigt. Damals waren die Telekom-Aktien 7,083 Euro wert, heute sind es 8,37 Euro.

Naguibs Bruder Samih bestätigte jetzt, dass dieser die Telekom Austria kaufen wolle. "Mein Bruder interessiert sich für den Kauf von Telekom Austria, weil er aus einem Geschäft mit dem russischen Telekomanbieter Vimpelcom zu Cash gekommen ist", so Samih Sawiris zur Schweizer "SonntagsZeitung" von diesem Wochenende. Sein Bruder Naguib kenne sich mit dem Telekomgeschäft aus und habe damit auch viel Geld im Ausland verdient: "Ich kann bestätigen, dass mein Bruder plant, in der Schweiz und in Österreich zu expandieren." (apa)

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