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05.10.2011 Alex Wolschann

Mütter helfen NSN aus

NSN-Österreich mit Chef Dietmar Appeltauer wird von den Konzernmüttern Nokia und Siemens finanziell gestärkt.

iemens und Nokia versorgen ihr angeschlagenes Gemeinschaftsunternehmen Nokia Siemens Networks (NSN) mit einer Milliarde Euro frischem Kapital. Die beiden Partner stellen dem Telekomausrüster je 500 Mio. Euro zur Verfügung, wie der Münchner Elektroriese und Nokia einvernehmlich mitteilten. Mit dieser Maßnahme soll »die finanzielle Situation von NSN gestärkt werden«. Der Schritt war unter Experten erwartet worden, offen war lediglich die Summe. Im Sommer hatten die beiden Unternehmen die erfolglose Suche nach einem Käufer für das ungeliebte Tochterunternehmen eingestellt und angekündigt, NSN in Eigenregie wieder auf die Beine bringen zu wollen. Zudem tauschen sie den Aufsichtsratschef des Gemeinschaftsunternehmens aus: Statt dem früheren Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo werde der Telekommunikationsmanager Jesper Ovesen das Kontrollgremium leiten, hieß es. Ovesen war zuletzt Finanzchef des dänischen Telekom-Unternehmens TDC und hat Erfahrung mit Unternehmensumbauten und Börsegängen.

Hohe Verluste NSN hat Nokia und Siemens seit seiner Gründung 2007 fast nur Verluste eingebracht und leidet schwer unter dem Preisdruck durch die Konkurrenz aus Asien. Die beiden Mütter haben sich vertraglich bis 2013 aneinander gebunden und sich das Joint Venture Milliardensummen kosten lassen. In der Vergangenheit gab es immer wieder Berichte, dass Nokia und Siemens einen Ausstieg aus dem Geschäft nicht ausschließen, dies wurde immer wieder als mögliches Szenario genannt. Der Siemens-Gewinn im laufenden Quartal bleibt von der Finanzspritze unberührt. Das Geld fließe aus der Barschaft des Konzerns ab, dafür erhielten Siemens wie Nokia die gleiche Anzahl von Vorzugsaktien an NSN, so ein Unternehmenssprecher von Siemens. Nokia leidet vor allem unter rapide schwindenden Marktanteilen im angestammten Handy-Geschäft und verschärft seinen Sparkurs: Die Finnen streichen 3.500 Stellen, allein 2.200 in Rumänien.

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