Fujitsu bläst zum Angriff auf Weltmarkt Detail - Computerwelt

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28.09.2011 apa/Christof Baumgartner

Fujitsu bläst zum Angriff auf Weltmarkt

Der japanische IT-Konzern Fujitsu will mit seinen Produkten und einer Serviceoffensive die Auslandsmärkte erobern. "Die neuen Investitionspläne sehen vor, dass wir unser Geschäft breiter aufstellen", sagt Vizechef Hideyuki Saso.

Fujitsu hat in seinem Heimatmarkt eine starke Stellung und reklamiert je ein Fünftel des PC- und Smartphone-Markts für sich, ist in Europa allerdings bisher nur schwach vertreten. "Hier ist der Marktanteil ganz gering. Natürlich wären wir froh, wenn wir auch in Deutschland solche Marktanteile wie zu Hause hätten", so Saso. Mittelfristig wollen die Japaner ihren Umsatzanteil aus dem Ausland auf die Hälfte von derzeit einem Drittel steigern. In Europa ist Fujitsu bisher vor allem im Geschäft mit Servern und Speichersystemen aktiv. Das Werk in Augsburg habe sich bewährt und bleibe weiterbestehen, sagte Saso.

In Deutschland macht das Unternehmen knapp zwei Milliarden Euro Umsatz, in Europa, Afrika und dem Mittleren Osten rund zehn Milliarden Euro. Sein Haus habe die Trennung vom einstigen Partner Siemens gut überstanden. "Aber das Geschäft ist noch nicht ausreichend." Saso räumt ein, dass die Gewinne allein durch den Verkauf von Rechnern und Handys recht klein seien. Das Geschäft soll daher von Service-Angeboten flankiert werden, vor allem Datendienstleistungen.

So könnten etwa Informationen von den Smartphones der Kunden gebündelt und aufbereitet werden, um daraus neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. "Die Basis ist aber immer Hardware und Technologie. Darauf können wir nicht verzichten", sagt Saso.

STARKE KONKURRENZ ERWARTET Aufgrund des starken Yens und der Expansionsstrategie erwägt Fujitsu auch neue Fertigungsstandorte im Ausland. "Eine kleine Produktion in Nordamerika ist eine Option. In China ist eine Fertigung für günstigere Produkte denkbar", so Saso. Eine Verlagerung der bestehenden japanischen Produktion komme allerdings nicht infrage. "Nach dem Erdbeben wird in Japan stärker das 'made in Japan' unterstrichen." Die Katastrophe habe außerdem zur Folge, dass sich viele Firmen an Fujitsu wenden, um ihre IT gegen Ausfälle rüsten zu lassen.

Saso räumt ein, dass sein Konzern beim Vorstoß ins Ausland auf harte Konkurrenz koreanischer Rivalen wie LG oder Samsung treffen werde. "Die machen das ganz clever, wie sie sich auf dem Weltmarkt präsentieren." Japanische Firmen hätten es dagegen versäumt, ihre Technologien richtig zu zeigen. In Zukunft müssten sich Hersteller aus beiden Ländern verstärkt aus Konkurrenz aus China einstellen.

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