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21.09.2011 Michaela Holy

Große Erwartungen

Eine nachhaltige und umweltbewusste Orientierung eines Unternehmens kann sich nach etwa fünf Jahren in den Bilanzen widerspiegeln.

Das Thema Nachhaltigkeit erfährt seit geraumer Zeit erhöhte Aufmerksamkeit, sowohl für Produzenten als auch für Konsumenten wird der Trend, Ressourcen zu sparen, immer wichtiger. Wie stark sich Österreichs Unternehmen den Anforderungen nachhaltigen Wirtschaftens bereits stellen und was sie sich davon erwarten, hat eine aktuelle Studie von Marketagent untersucht. "Nachhaltige Unternehmensführung kann nach Meinung von mehr als 1.300 befragten Entscheidungsträgern aus Österreichs Unternehmenslandschaft ein wichtiger unternehmerischer Erfolgsfaktor, vor allem für Industrie-, Groß- sowie international vernetzte Unternehmen sein", fasst Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent, die Studienergebnisse zusammen. Gut zwei Drittel der Befragten sehen nachhaltige Entwicklungsstrategien als klaren Wettbewerbsvorteil für solche Konzerne. Kleinstunternehmen und Start-ups tun sich laut Umfrage beim grünen Wirtschaften dagegen eher schwerer, wenn es um die Generierung von ökonomischem Zusatznutzen geht. Nicht einmal drei von zehn Entscheidungsträgern glauben, dass Kleinst- oder junge Unternehmen von nachhaltiger Unternehmensführung profitieren können, 36 Prozent sehen darin für Klein- und Mittelbetriebe eine Chance.

IMAGEPOLITUR Als größtes Potenzial einer nachhaltigen Unternehmensführung wird die Imagepolitur gesehen. Nachhaltigkeit kann aber nicht nur dem Image schmeicheln. 71 Prozent der Befragten glauben, dass nachhaltige Entwicklungsstrategien zu Kostensenkungen führen können – und zwar durch Energie- und Ressourceneinsparungen. "Zwei Drittel gehen davon aus, dass sich eine nachhaltige und umweltbewusste Orientierung eines Unternehmens innerhalb von etwa fünf Jahren in den Bilanzen widerspiegeln kann", erklärt Thomas Schwabl. Bestimmte Branchen profitieren von nachhaltigem Wirtschaften mehr, andere weniger.

Sechs von zehn Entscheidungsträgern ­geben außerdem an, dass ihr Unternehmen bereits Maßnahmen in Bezug auf eine nachhaltige Entwicklung setzt. Überrepräsentiert sind darunter wenig überraschend Entscheider aus den Bereichen Metall, Industrie sowie Transport und Logistik. Das ist ein relativ hoher Wert, der aber auf die breite Fassung des Begriffs Nachhaltigkeit zurückzuführen ist – er reicht von Abfalltrennung bis hin zur Personalentwicklung.

ÖKOLOGISCHE, ÖKONOMISCHE UND SOZIALE NACHHALTIGKEIT Eine getrennte Betrachtung der einzelnen Bereiche macht deutlich, dass nachhaltiges Abfallmanagement in den heimischen ­Unternehmen, die sich ökologischen beziehungsweise ökonomischen Nachhaltigkeitsstrategien stellen, am weitesten verbreitet ist. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Klimaschutzmaßnahmen sowie Bemühungen in Richtung Rohstoff- und Materialeffizienz. Lediglich acht Prozent erleben in um Nachhaltigkeit bemühten Betrieben ­keinerlei Maßnahmen zur Förderung der unternehmerischen sozialen Verantwortung.

Zu den am häufigsten gesetzten sozialen Aktivitäten gehört dabei die systematische Personalentwicklung, gefolgt von Maßnahmen zur Erhaltung der Gesundheit der Mitarbeiter. Je größer das Unternehmen, desto mehr soziale Nachhaltigkeitsaktivitäten werden beobachtet. Kommuniziert werden gesetzte Nachhaltigkeitsstrategien vergleichsweise häufiger intern an die eigenen Mitarbeiter als nach außen an Kunden oder ferner an Medien bzw. die Öffentlichkeit. Insgesamt zeigt die Umfrage, dass österreichische Entscheidungsträger ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeitsstrategien als einander gleichrangig bewerten. Laut Studienergebnis sind 85 Prozent der Entscheidungsträger der Meinung, dass der Nachhaltigkeitsgedanke zu langfristigen Veränderungen in der Unternehmenskultur führen wird. 15 Prozent halten das Thema nur für einen vorübergehenden Hype.

Im Rahmen der Studie wurden mehr als 1.300 Entscheidungsträger aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen und Unternehmensgrößenordnungen befragt.

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