Konzerne nutzen Social Media noch strukturlos Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


23.08.2011 Michaela Holy/pte

Konzerne nutzen Social Media noch strukturlos

Forscher haben untersucht, inwieweit börsennotierte Unternehmen Social-Media-Plattformen nutzen. Die Studie von Unternehmens-Websites und Social-Media-Plattformen zeigt, dass die meisten Aktiengesellschaften noch keine konsistenten Strategien für die Kommunikation mit Investoren im Netz haben.

Dabei lassen sich Social-Media-Communitys als Multiplikator für Gerüchte brauchen. Bestimmte Informationen können wegen der Schnelligkeit des Internets die Reputation eines Unternehmens in wenigen Minuten zerstören. Bei Aktiengesellschaften kann das erhebliche Folgen auf Aktienkurse und Unternehmenswerte haben.

"Die Unternehmen sollten sich die Frage stellen, welche Aktionärsstruktur sie haben", sagt Ansgar Zerfaß von der Universität Leipzig, gegenüber Pressetext. Die AGs stehen vor der Herausforderung, Facebook, Twitter, Slideshare und andere Plattformen in die Kommunikation mit Anlegern, Analysten und Finanzjournalisten einzubeziehen. Bei schwierigen Themen sei es empfehlenswert für die Unternehmer, selbst ein Diskussionsforum einzurichten. So könne die Streuung von negativen Informationen oder Gerüchten unter Kontrolle gehalten werden.

Viele Investor-Relations-Abteilungen bereiten Präsentationen für das Social Web auf, indem sie etwa Analystenkonferenzen oder Ergebnisveröffentlichungen als Video auf ihrer eigenen Webseite bereitstellen. Externe Plattformen wie Facebook und YouTube werden von der Mehrheit der IR-Verantwortlichen noch mit Vorsicht betrachtet. "Die Unternehmen könnten noch aktiver werden, um mehr Transparenz zu schaffen", sagt Zerfaß. Der Wissenschaftler und seine Kollegen haben nicht nur deutsche, sondern auch Großunternehmen aus den USA, Großbritannien, Frankreich und Japan analysiert.

Im Vergleich zwischen den Ländern fällt auf, dass die US-Unternehmen die ganze Bandbreite der durch Social Media zur Verfügung stehenden Funktionen nutzen. Sie informieren und strukturieren Informationen, interpretieren Meinungen und vernetzen sich mit Investoren. Japanische Unternehmen beschränken sich dagegen vorwiegend auf Information ihrer Aktionäre. Französische Aktiengesellschaften legen besonderen Wert auf die Aufbereitung anlegerrelevanter Informationen. Ungeachtet der globalen Reichweite der Finanzmärkte und einheitlicher Social-Media-Technologien spielen kulturelle Faktoren, Unterschiede im Anlegerverhalten und bei der Social-Media-Nutzung eine große Rolle, so die Forscher.

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema

  • Matrix42 AG

    Matrix42 AG Mobile Lösungen und Applikationen, Zugangs- und Zutrittskontrolle, Security Audits, Übernahme von Softwareprojekten, Programmierung, IT-Asset- und Lizenzmanagement, IKT-Consulting,... mehr
  • selectyco Media Solutions GmbH

    selectyco Media Solutions GmbH B2C Dienste und Lösungen, B2B Dienste und Lösungen mehr
  • ETC - Enterprise Training Center

    ETC - Enterprise Training Center E-Learning, Datenschutz, B2B Dienste und Lösungen, Outsourcing, IT-Personalbereitstellung, Aus- und Weiterbildung mehr
  • adesso Austria GmbH

    adesso Austria GmbH Öffentliche Verwaltung, Grundstoffindustrie, Großhandel, Finanzdienstleistungen, Fertigung, Produktion und Konstruktion, Druck- und Verlagswesen, Qualitätssicherung,... mehr

Hosted by:    Security Monitoring by: