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28.07.2011 Rudolf Felser

Microsoft bleibt Primus der Softwareindustrie

Laut der PwC-Studie "Global 100 Software Leaders" liegt Microsoft mit einem Umsatz von 32,7 Mrd. Euro weiter unangefochten an der Spitze der weltweiten Softwareindustrie.

Innovation und technologischer Fortschritt stellen die Software-Industrie vor zahlreiche Veränderungen. Cloud Computing, Mobile Geräte sowie steigendes Know-how bei Konsumenten, welche die Grenze zwischen Business und Privat zunehmend verschwinden lassen – das sind die Trends, welche die Entwicklung der Software-Industrie beeinflussen. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle PwC-Studie "Global 100 Software Leaders". Die Auswirkungen der neuen Trends für die Software-Unternehmen sind PwC zufolge deutlich wahrnehmbar: Es herrscht eine engere Zusammenarbeit als je zuvor. Zudem wird es für Software-Anbieter notwendig, sich noch stärker an den herrschenden Kundenbedürfnissen zu orientieren.

SOFTWARE-INDUSTRIE Die Software-Industrie ist heute ein 250 Mrd. Dollar (174 Mrd. Euro) Markt, der viele technologische und gesellschaftliche Innovationen vorantreibt. Damit trägt diese maßgeblich zur gesamten Produktivität sowie zum Wachstum der Wirtschaft bei und beeinflusst aufgrund der hohen Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft andere Branchen. Der Software-Umsatz-Kuchen teilt sich zwischen den Kontinenten Amerika (44 Prozent), Europa (36 Prozent) und Asien (20 Prozent) auf, wobei Asien mit durchschnittlich mehr als sieben Prozent jährlich stärker wächst als die westlichen Länder.

Nach wie vor ist Microsoft mit einem Umsatz von 32,7 Mrd. Euro in diesem Bereich unangefochtene Spitze unter den Top 100 Software-Anbietern. Weiters unter den Top 3 Software-Anbietern finden sich IBM mit einem Umsatz von 14,4 Mrd. Euro sowie Oracle mit 13,9 Mrd. Euro Umsatz. Auf Platz vier nimmt mit SAP (8,1 Mrd. Euro) auch ein europäischer Anbieter einen führenden Platz in der Liste ein. Dennoch zeigt die Analyse der lokalen Top 100 Software-Anbieter, dass US-Anbieter mit einem Marktanteil von 59 Prozent die Branche dominieren.

GAMES-INDUSTRIE WÄCHST Auch die Spiele-Industrie hat in den letzten Jahren einen enormen Aufschwung. Mit einem Umsatz von fast 4,4 Mrd Euro führt Nintendo die Spiele-Industrie an. Würde das Global Software 100 Ranking auch Spieleproduzenten inkludieren, wären drei (Nintendo, Activision Blizzard und Electronic Arts) unter den Top 10 und 21 unter den Top 100. Dabei sind zwei Trends ausschlaggebend: Spiele am Smartphone und Onlinespiele. Eines der berühmtesten Onlinespiele der letzten Jahre ist Zynga’s FarmVille, welches man über Facebook oder Smartphones spielt. Aber auch traditionelle Spielekonsolen haben sich weiterentwickelt. So hat zum Beispiel das Kinect Add On für die Xbox 360 den Verkauf angekurbelt und die Art und Weise, wie man Spiele ohne Controller spielt, revolutioniert. Der größte Trend quer durch alle Konsolenhersteller ist die Vernetzung mit dem Internet, aber auch mit sozialen Netzwerken und Mobilgeräten.

EINSCHNEIDENDE TRENDS Die Entstehung von Cloud Computing übt den größten Einfluss auf die Software-Industrie aus. Software wird nicht länger als Produkt, sondern vielmehr als Service behandelt. Diese grundlegende Veränderung ermöglichte den Aufstieg Cloud-basierender Plattformen für externe "Public Cloud"-Dienste und interne "Private Clouds" in Datenzentren. Herstellern ist es somit möglich, Anwendungen und Services nach Bedarf anzubieten. Dadurch können Ressourcen – von der Sicherung bis hin zu umfassenden Anwendungen – flexibel zur Verfügung gestellt und operative Kosten nach Verbrauch verrechnet werden.

Ein weiterer Trend ist Mobilität, welche auf dem Boom mobiler Geräte basiert. Insbesondere durch die rasant steigende Popularität von Smartphones und Tablets muss Software heute die Anforderungen mehrerer mobiler Endgeräte voll unterstützen. Konsumenten erwarten sich dadurch Synergien in der Nutzung mehrerer Technologien und wollen auf einer Vielzahl von Plattformen und Geräten arbeiten sowie unabhängig von Ort und Zeit auf Daten zugreifen können.

Der dritte große Trend heißt "Consumerisation" und weist privaten Usern eine zunehmend größere Einflussnahme auf Neuentwicklungen zu. Immer mehr Informationstechnologien entstehen zuerst für private Konsumenten und werden erst danach auch für Business-Kunden angeboten. Die Grenze zwischen den Märkten verschwindet dadurch zunehmend. IT-Innovationen finden somit nicht mehr primär für die Business-Zwecke großer Unternehmen, sondern verstärkt für private Nutzer statt. Diese sind technisch immer versierter, verfügen über fundiertes Know-how und haben technisch modernste Endgeräte, die sie sowohl in der Arbeit als auch in ihrer Freizeit verwenden. Software-Anbieter müssen hier reagieren und sich noch stärker auf die Bedürfnisse der Kunden einstellen.

Die Studie "Global 100 Software Leaders" wurde von Pierre Audoin Consulting (PAC) auf Initiative von PwC sowie führenden Software-Verbänden durchgeführt. Im Rahmen der Studie wurden CEOs und Führungskräfte führender Software-Anbieter weltweit zu den Auswirkungen aktueller Trends auf die Branche in den nächsten fünf Jahren befragt. Die Analyse gibt daher nicht nur einen Gesamtüberblick über die Entwicklung der Branche und neuer Trends, sondern auch über die Anpassung der Unternehmensstrategien in einem sich rasch wandelnden Umfeld. (pi/rnf)

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