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13.07.2011 Christof Baumgartner

Atos übernimmt SIS nun endgültig

Der internationale IT-Dienstleister Atos hat die Übernahme der ehemaligen Siemens-Problemsparte Siemens IT Solutions und Services (SIS) abgeschlossen.

Der internationale IT-Dienstleister Atos hat die Übernahme der ehemaligen Siemens-Problemsparte Siemens IT Solutions und Services (SIS) abgeschlossen und will mit der Akquise rasch wieder Gewinne schreiben. Geht es nach Atos-Vorstandschef Thierry Breton, soll das Unternehmen bereits im zweiten Halbjahr einen Profit von 50 Millionen Euro abwerfen. Der Deal wurde auf der außerordentlichen Aktionärsversammlung mit 99,99 Prozent von den Aktionären bestätigt. Das Unternehmen wird nun mit einem jährlichen Proforma-Umsatz von 8,7 Milliarden Euro und 78.500 Mitarbeitern in 42 Ländern aufgestellt sein. Atos musste in bar »nur« 176 Millionen Euro an Siemens überweisen, der Rest des Kaufpreises floss in Form einer 15-Prozent-Beteiligung, die Siemens künftig an Atos hält und einer Wandelanleihe.

Das Volumen der Übernahme hatten die Unternehmen auf 840 Millionen Euro festgelegt. Siemens hatte die Sparte nach jahrelangen Enttäuschungen abgestoßen.

Das neue Unternehmen gehört eigenen Angaben zufolge nun zu den zehn größten IT-Dienstleistern weltweit, ist global die Nummer fünf im Markt für Managed Services und der größte Anbieter in Europa. Im Bereich Managed Services verweist Atos auf eine Kapazität, die 30 große Rechenzentren, 900.000 betreute SAP-User und das Management von mehr als 90.000 Servern weltweit umfasst. Der Siemens-Konzern wird gleichzeitig der größte Kunde von Atos.

Zudem sind die beiden Unternehmen eine weltweite strategische Partnerschaft für die Entwicklung neuer IT-Produkte und -Lösungen eingegangen. Die Unternehmen haben sich dazu verpflichtet, in diese Partnerschaft jeweils 50 Millionen Euro zu investieren. Atos und Siemens werden für große Auftragsangebote zusammenarbeiten und gemeinsam Forschung und Entwicklung für Schlüsselmärkte betreiben. Ziel ist es, die Innovationskraft zu stärken und neue Geschäftschancen über alle Märkte hinweg zu sichern. Der Name SIS wird demnächst komplett verschwinden. Die Ziele für 2013 lauten: Ein Umsatz zwischen neun und zehn Milliarden Euro und eine operative Marge zwischen sieben und acht Prozent. Atos beschäftigt 78.500 Mitarbeitern in 42 Ländern.

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