Elektronikindustrie legte 2010 um 4,3 Prozent zu Detail - Computerwelt

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05.07.2011 Alex Wolschann/apa

Elektronikindustrie legte 2010 um 4,3 Prozent zu

Die Produktion der Elektronikindustrie legte 2010 gegenüber 2009 um 4,3 Prozent auf 11,5 Mrd. Euro zu.

Die Produktion der Elektronikindustrie legte 2010 gegenüber 2009 um 4,3 Prozent auf 11,5 Mrd. Euro zu. Der Beschäftigtenstand wuchs um 3,3 Prozent auf 58.700 Mitarbeiter. Das Vorkrisenniveau von 2008 blieb aber unerreicht.

"Spätestens 2011 werden wir uns aber wieder auf dem Level vor dem Konjunktureinbruch einpendeln", sagte Siemens-Vorstand Brigitte Ederer, Präsidentin des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI), am Dienstag in Wien vor Journalisten. "Das Wachstum ist sehr stark getragen von Export und Kfz-Industrie", so Ederer. Die Ausfuhren stiegen 2010 um 17,5 Prozent. Über 80 Prozent der Aufträge in der Elektronikindustrie kommen aus dem Ausland. Die EU ist mit 65,6 Prozent Anteil der wichtigste Handelspartner, gefolgt von Asien (14 Prozent) und Nordamerika (6 Prozent). Vor allem die Sparte der elektronischen Bauelemente konnte stark zulegen (+53,8 Prozent) und war damit maßgeblich an der der positiven Entwicklung der gesamten Industrie beteiligt.

"Wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, werden wir 2011 das Rekordjahr 2008 erreichen oder sogar übertreffen", so Lothar Roitner, Geschäftsführer des FEEI. Das würde ein Produktionsplus von über 12 Prozent bedeuten. Im ersten Quartal diesen Jahres legte die Produktion um 17,3 Prozent zu, die Aufträge stiegen um 7,4 Prozent.

2008 konnten die 300 Mitgliedsunternehmen des FEEI produzierte Güter und Dienstleistungen im Wert von 12,9 Mrd. Euro absetzen. Zu den Dienstleistungen in der Elektro- und Elektronikindustrie gehören unter anderem die Montage bzw. Service und Wartung von Kraftwerken sowie Teile der Forschung und Entwicklung.

"Bedrohlich" sind für Ederer die 1.000 Fachkräfte, nach der alleine die Elektronikindustrie händeringend suche. Der Wohlstand in Österreich sei durch mangelnde Rahmenbedingungen in Bildungswesen und Integrationspolitik gefährdet. Gut ausgebildete Techniker und Projektmanager mit Querschnittqualifikationen würden hierzulande schlicht fehlen. Auf Fachkräfte aus Osteuropa würde Roitner dabei nicht setzen: "Dort braucht man diese Spezialisten mittlerweile selbst."

Steuert die Politik nicht entgegen, werde sich der Fachkräftemangel durch die Pensionierung der geburtsstarken "Babyboomer-Generation" in den nächsten Jahren noch verschärfen, so Ederer. Zahlen für die heimische Elektronikindustrie konnte sie keine nennen, alleine bei Siemens Deutschland brauche es aber aus diesem Grund mittelfristig 10.000 neue Fachkräfte.

Es brauche weit mehr Studierende der Naturwissenschaften, vor allem Frauen, so Roitner. Die "Technikskepsis" der Österreicher mache es den heute nötigen Anforderungen einer modernen Industrie nicht leicht. Daher fordert der FEEI ein modernes Bildungssystem und unterstützt das Bildungsvolksbegehren von Hannes Androsch. Um den Know-How-Vorsprung gegenüber aufstrebenden Ländern wie China oder Indien zu halten, brauche es keine "industrielle Reservearmee", sondern top ausgebildete Leute, so Ederer abschließend.

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