Kapsch Trafficcom erfolgreich in Russland und Polen Detail - Computerwelt

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03.07.2011 Rudolf Felser

Kapsch Trafficcom erfolgreich in Russland und Polen

In Polen wurde das Mautsystem viaTOLL in Betrieb genommen, in Russland wurde Kapsch zur abschließenden Phase der Ausschreibung für die erste mautpflichtige Autobahn zugelassen.

Wie das polnische Direktorium für nationale Straßen und Autobahnen (GDDKiA) mitteilte, wurde das elektronische Mautsystem viaTOLL in Polen am 3. Juli 2011 morgens vom Kapsch Trafficcom Konsortium in Betrieb genommen.

Das Konsortium errichtete auf dem bestehenden Straßennetz von rund 1.560 km in Polen eine elektronische Mautlösung für alle Fahrzeuge über 3,5 t Gesamtgewicht. Während das Konsortium den Betrieb des manuellen Mautsystems auf der Strecke Konin - Strykow (103 km) wie geplant bereits am 1. Juli aufnahm, führten technische Probleme zu einer kurzen Verzögerung der Inbetriebnahme des elektronischen Systems.

Die polnische Betreibergesellschaft des Kapsch Trafficcom Konsortiums wird das System unter dem Namen viaTOLL in den nächsten 8 Jahren auch kommerziell betreiben. Das in Betrieb genommene Mautsystem wird planmäßig über die Betriebsphase hinweg kontinuierlich auf zusätzliche Straßen erweitert werden. Das polnische Finanzministerium rechnet damit, dass das Mautsystem heuer zusätzliche Einkünfte von umgerechnet rund 100 Mio. Euro erwirtschaften wird.

ZULASSUNG IN RUSSLAND Das russische Straßenbauunternehmen Avtodor hat bekanntgegeben, dass United Toll Collection Systems (ein Joint-Venture zwischen Kapsch Trafficcom Russia und Mostotrest) sich in den ersten Auswahlprozess im Rahmen der offenen, internationalen Ausschreibung für einen langfristigen Vertrag über Instandhaltung- und Sanierungsarbeiten sowie den mautbasierten Betrieb der Don-Autobahn M-4 präqualifiziert hat; zudem hat sich das Joint-Venture für die Teilnahme an der abschließenden Phase der Ausschreibung qualifiziert. Die Auftragsvergabe soll Anfang Dezember 2011 erfolgen.

In der letzten Phase der Ausschreibung wird United Toll Collection Systems sein Angebot entsprechend den Anforderungen der veröffentlichten Ausschreibungsunterlagen Avtodor vorlegen. Zu den wettbewerblichen Auswahlkriterien zählen der Preis des Betriebsvertrags sowie die Höhe der Betreiberinvestitionen in die Implementierung und den Betrieb eines intelligenten Verkehrsmanagementsystems.

In Russland stellt dieser Betriebsvertrag eine konzeptionell neue Form für Instandhaltung und Betrieb von Straßen dar. Im Gegensatz zu Konzessionsverträgen umfassen Betriebsverträge nicht die Planungs- und Bauphase. Der Vertrag deckt Instandhaltung, Sanierung und Betrieb des Abschnitts 2 der Don-Autobahn M-4 (über 400 km) ab. Dieser Abschnitt wird in 11 Segmente unterteilt, von denen einige mautpflichtig betrieben werden. "Der Betreiber wird zehn Jahre lang für die Instandhaltung der Autobahn entsprechend den geltenden Standards, routinemäßige Sanierungsarbeiten sowie die Installation und den Betrieb eines Mauterfassungssystems im Auftrag des Staates zuständig sein," erläutert Michael Weber, Geschäftsführer von Kapsch Trafficcom Russia OOO. Gemäß einer entsprechenden Vertragsbestimmung kann die Vertragslaufzeit um weitere drei Jahre verlängert werden.

Für die Teilnahme an der Ausschreibung hat Kapsch gemeinsam mit Mostotrest (einem russischen Bauunternehmen für Transportinfrastruktur) und Aegrotus (einem weiteren Unternehmen) ein Joint-Venture mit dem Namen United Toll Collection Systems gegründet. Mit 51% hält Mostotrest den Mehrheitsanteil an United Toll Collection Systems. (pi/rnf)

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