Fühlende Haut für Roboter entwickelt Detail - Computerwelt

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30.06.2011 pte/Rudolf Felser

Fühlende Haut für Roboter entwickelt

Forscher des Exzellenzclusters CoTeSys stellen an der TU München Plättchen her, die den Maschinen eine fühlende Haut verleiht.

Die Robotern können dadurch eine Vorstellung von sich selbst bekommen, sagt der Erfinder der Roboterhaut, der Ingenieur Philipp Mittendorfer, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur pressetext. Ein einzelner Roboterarm ist bereits mit den Sensoren bestückt und beweist, dass das Konzept funktioniert.

Die Roboterhaut soll einen ähnlichen Zweck haben wie menschliche Haut. Sie soll Temperatur, Druck, Scherkräfte und Vibrationen vermitteln - vom feinsten Lufthauch über die Berührung bis zum Schmerz. Der Roboter könnte dann etwa zurückweichen, wenn er an einen Gegenstand stößt. "Ein solches Verhalten ist besonders wichtig, wenn Roboter als Helfer des Menschen unterwegs sind", sagt Mittendorfer. Die Gesellschaft werde immer älter und Roboter könnten künftige Begleiter alter Menschen werden.

Herzstück der neuen Roboterhülle ist ein gut fünf Quadratzentimeter großes, sechseckiges Plättchen. Auf der kleinen Platine stecken vier Infrarot-Sensoren. Diese registrieren alles, was einen Abstand von einem Zentimeter unterschreitet. "Wir simulieren damit leichte Berührungen", erklärt Mittendorfer. "Das entspricht unserer Wahrnehmung, wenn wir mit der Hand vorsichtig über die feinen Härchen unserer Haut streichen."

Damit die Maschine etwas "merkt", müssen die Signale der Sensoren in einem Zentralrechner verarbeitet werden. Dies geschieht automatisch. Wenn schließlich die sechseckigen Plättchen aneinander gesteckt werden, gibt das Ganze ein bienenwabenartiges, flächiges Gebilde, das den Roboter vollständig überziehen wird.

"Man wird sich an die Roboter gewöhnen - Menschen akzeptieren Roboter, sobald sie nicht gefährlich aussehen", erklärt Mittendorfer. Mit der sensiblen Haut sollen die Maschinen dem Menschen weiter angepasst werden. "Es ist das Ziel, die Roboter so zu bauen, dass sie dem Menschen immer ähnlicher werden." Insbesondere Roboter mit direktem Menschenkontakt werden immer "menschlicher". (pte)

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