Analoges Fernsehen gehört ab sofort der Vergangenheit an Detail - Computerwelt

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22.06.2011 Alex Wolschann/apa

Analoges Fernsehen gehört ab sofort der Vergangenheit an

Analogfernsehen ist in Österreich ab sofort Geschichte.

Die Österreichische Rundfunksender GmbH (kurz: ORS) hat auch die letzten noch verbliebenen analogen Sender rund um Mariazell und das Mürztal abgedreht und mit digitalen Signalen ersetzt. Insgesamt handelt es sich um 24 Anlagen. Im Zeitraum von Oktober 2006 bis Juni 2011 wurden insgesamt 320 Sendeanlagen auf DVB-T MUX A umgestellt und strahlen damit ORF eins, ORF 2 und ATV aus. 19 Sendeanlagen übertragen zusätzlich auch MUX B, was bedeutet, dass sie auch Puls 4, ORF Sport Plus, 3sat und ServusTV empfangbar machen. Derzeit nutzen in Österreich rund 349.000 Personen terrestrisches Antennenfernsehen, was im Vergleich zu den Übertragungsinfrastrukturen Kabel und Satellit einem Marktanteil von rund fünf Prozent entspricht. 97,7 Prozent der österreichischen Haushalte (3,1 Millionen) haben die Möglichkeit, DVB-T zu empfangen. Ziel der ORS sei es, den Marktanteil bis 2015 auf zwölf bis 15 Prozent zu steigern, wie Geschäftsführer Norbert Grill erklärt. Dies soll mit dem neuen DVB-T2-Standard gelingen. Die ORS will aus ihrem Know-how durch die heimische Digitalisierung infolge auch international Profit schlagen. Im Kerngeschäft »Terrestrik« wolle man auch im benachbarten Ausland wachsen, sagte der zweite Geschäftsführer Michael Wagenhofer. Die Sendegesellschaft stört jedoch weiterhin, dass die Frequenzbänder für den neuen Mobilfunkstandard LTE verwendet werden könnten, weil dies ein Störpotenzial berge, das Rundfunk, Kabelnetzbetreiber, Veranstaltungs- und Freizeitbetriebe bis hin zu den Kunden des Elektrofachhandels betreffen könne.

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