Infineon investiert 200 Mio. Euro in Villach Detail - Computerwelt

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10.06.2011 apa/Rudolf Felser

Infineon investiert 200 Mio. Euro in Villach

Der börsenotierte Halbleiterkonzern Infineon Technologies AG erweitert seinen Standort in Villach mit einer Investition von rund 200 Mio. Euro.

Mit Spatenstich und Grundsteinlegung am Freitag gaben die Konzernleitung und Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle den offiziellen Startschuss für den Bau von 2.000 Quadratmetern Reinraumfläche und 720 Quadratmetern Laborfläche. In den neuen Räumen sollen laut Vorstand Reinhard Petschacher, der für den Bereich Forschung zuständig ist, Bauelemente entwickelt und produziert werden, die unter anderem die Energieeffizienz von Photovoltaik- und Windkraftanlagen erhöhen und Haushaltsgeräte stromsparender machen sollen. Das sollen neue 300-Millimeter-Silizium-Halbleiter schaffen, erklärte Reinhard Ploss, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Infineon Austria AG. Mit dieser Investition schaue man sehr weit in die Zukunft, meinte er. Weiters kündigte er an, dass der Standort Villach sich künftig weniger der Produktion als vielmehr dem Schwerpunkt Forschung und Entwicklung widmen werde. So sollen beispielsweise neue Materialien, die das Silizium künftig ersetzen könnten, erforscht und getestet werden.

Man habe die Krise nicht nur gemeistert, Infineon sei im Aufschwung "deutlich stärker als vorher", sagte Vorstandsvorsitzende Monika Kircher-Kohl. Sie fand auch lobende Worte für die rasche Abwicklung der Behördenverfahren. Das Umfeld in Österreich bezeichnete sie als "forschungsfreundlich", auch wenn man "da oder dort noch etwas zulegen könnte".

Minister Töchterle zeigte sich in seiner Rede optimistisch, bei den bevorstehenden Budgetverhandlungen mehr Geld für Forschung und Wissenschaft herausholen zu können. Er sprach sich für erhöhte Aufnahmekapazitäten der Universitäten aus, bekannte sich aber gleichzeitig auch zu Auswahlverfahren bei den Massenstudien. Diese seien für die Qualität der Studien unbedingt notwendig, erklärte er. Im Hinblick auf eine qualitätvolle Ausbildung bezeichnete er die Lehrerausbildung als "Schlüsselstelle". Er rechnete damit, dass man sich auf ein neues Modell werde einigen können.

Der Industrielle und Vorsitzende des Forschungsrates, Hannes Androsch, nutzte seine Wortmeldung einmal mehr für ein Plädoyer für die Bildungsreform sowie für eine stärkere Unterstützung von Forschung und Wissenschaft. Als Beispiel nannte er Deutschland, wo trotz Budgetkonsolidierung für Wissenschaft und Bildung in den nächsten 15 Jahren zusätzlich elf Mrd. Euro fließen sollen. Auf Österreich umgelegt müssten das 1,1 Mrd. Euro sein, sagte er. Diese Investition sei notwendig, wolle man dieses Jahrzehnt nicht verspielen, so Androsch. (apa)

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