Editorial: Problemlösung auf die teure Art Detail - Computerwelt

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18.05.2011 Christof Baumgartner

Editorial: Problemlösung auf die teure Art

Microsoft hat zwei Probleme: Google und Apple.

Diese beiden Unternehmen haben neue Märkte erschlossen, in denen der Softwareriese in den letzten Jahren wiederholt versucht hat Fuß zu fassen, aber bisweilen etwas alt ausgesehen hat. Was Microsoft wohl am meisten ärgert ist, dass diese neuen Märkte zu den am schnellsten wachsenden gehören. Zum einen ist es der Internetmarkt, dessen Möglichkeiten sich erst nach und nach erahnen lassen, und in dem Google das Tempo vorgibt, und zum anderen der Markt mit den Smartphones und Tablet-PC, wo Microsoft sich von Apple aber auch von Google zeigen lassen muss, wie es geht.

Microsoft verdient sein Geld nach wie vor mit seinem Betriebssystem und Office-Produkten. Der Erfolg von Tablets könnte die Verkaufszahlen von herkömmlichen Windows-PC aber bald gefährden, und kostengünstige oder -freie Office-Produkte gibt es schon jetzt. Bedenklich für Microsoft ist vor allem die Tatsache, dass diese Welten immer schneller zusammenwachsen und man selbst in keiner dieser Welten ein starkes Produkt hat. Man muss sich zwar nicht wirklich Sorgen um den Konzern machen, aber wenn der Anschluss nicht gefunden wird, muss man sich ­vielleicht irgendwann einmal mit einer kleineren Rolle in der IT-Welt zufrieden geben.

Beispiele wie IBM, Siemens und auch Apple haben gezeigt, dass das sehr schnell gehen kann, wenn man überall mitmischen will. Der Atem dieser Unternehmen war lang genug, um sich wieder auf Kernkompetenzen konzentrieren zu können oder – wie bei Apple – einen gänzlich neuen Weg einzuschlagen. ­Microsoft versucht diesem Schicksal mit Einkäufen oder Kooperationen im ­großen Stil nicht mal in die Nähe zu kommen. Und mit Partnern und Unternehmen im eigenen Haus wie Yahoo, Nokia, Facebook und jetzt auch Skype verfügt man über eine unglaublich breite Basis, um auf den genannten Märkten etwas zu bewegen. Aber große Namen alleine zaubern nicht zwingend eine ­Lösung aus dem Hut, auf die die Welt gewartet hat. Man darf gespannt sein.

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