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10.05.2011 Rudolf Felser

EU-Taskforce berät bei Förderung von E-Health

Am 10. Mai kam in Budapest erstmals eine Taskforce der EU unter dem Vorsitz des estnischen Staatspräsidenten Toomas Hendrik Ilves zusammen, um die Rolle der IKT in der Gesundheits- und Sozialfürsorge zu untersuchen.

Außerdem wurden Empfehlungen darüber abgegeben, wie die Innovation im Gesundheitswesen zum Nutzen der Patienten, Ärzte und Pflegekräfte sowie des gesamten Gesundheitssektors durch IKT beschleunigt werden könnte. Die hochrangige Beratergruppe, die am Rande der E-Health-Woche in Ungarn zusammentrat, setzt sich aus Angehörigen der Gesundheitsberufe, Vertretern von Patientenverbänden und der medizinischen, der pharmazeutischen und der IKT-Industrie sowie Juristen und politischen Entscheidungsträgern zusammen.

Die elektronischen Gesundheitsdienste lassen sich der EU-Kommission zufolge in Zukunft beträchtlich weiterentwickeln: sie könnten Gesundheitspersonal in die Lage versetzen, den Patienten mehr Zeit zu widmen, kranken und älteren Menschen zu mehr Autonomie und Unabhängigkeit verhelfen und die Entwicklung neuer modellgestützter Diagnosetechniken vorantreiben.

ENORMES POTENZIAL Neelie Kroes, die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Kommission, erklärte hierzu: "Elektronische Gesundheitsdienste bergen ein enormes Potenzial im Hinblick auf eine bessere und nachhaltige Versorgung für alle Europäer. Von der E-Health-Taskforce erwarte ich mir eine kreative Auseinandersetzung mit den Chancen und Konsequenzen, die sich in den kommenden Jahren aus dem Einsatz der Informatik in der Gesundheitsversorgung und der Organisation des Gesundheitswesens für uns ergeben."

Das für Gesundheit und Verbraucherpolitik zuständige Mitglied der Kommission, John Dalli, ergänzte: "Elektronische Instrumente für das Gesundheitswesen können nach meiner Überzeugung eine bessere, effizientere und nachhaltigere medizinische Versorgung für mehr Menschen ermöglichen. Die Notwendigkeit, das Potenzial von E-Health zur Entwicklung konkreter Lösungen für die Patienten zu nutzen, ist offensichtlich: Innovative Instrumente für die systematische Behandlung chronischer Krankheiten und die Nutzung der Telemedizin zur Abfederung des Personalmangels im Gesundheitswesen sind Beispiele für den enormen Zusatznutzen der IKT auf diesem Gebiet. Unsere Initiative muss durch interoperable IKT-Systeme und medizinische Geräte ergänzt werden, damit Patienten das Recht auf grenzübergreifende Gesundheitsfürsorge wahrnehmen können. Außerdem sind die IKT ein wichtiges Werkzeug zur Unterstützung unserer Bemühungen um Nachhaltigkeit und Gleichbehandlung im Gesundheitswesen."

Bei einer vor kurzem durchgeführten Erhebung zu elektronischen Gesundheitsdiensten hat sich gezeigt, dass das Potenzial der IKT in Krankenhäusern noch nicht umfassend genutzt wird. Obwohl die meisten Krankenhäuser über Breitbandanschluss verfügen, gewähren nur vier Prozent von ihnen den Patienten Online-Zugang zu ihren medizinischen Daten.

Die E-Health-Taskforce soll die Kommission im Hinblick auf die Entfaltung des Potenzials elektronischer Gesundheitsdienste im Interesse höherer Sicherheit, Qualität und Effizienz im europäischen Gesundheitswesen unter anderem bei Diagnostik, Prävention und Behandlung beraten. Sie werde sorgfältig prüfen, wie EU-weite Interoperabilität für elektronische Gesundheitsdienste und ‑technologien erreicht werden könne, so die Kommission in einer Aussendung. Daneben soll sie die Beziehungen zwischen Initiativen in den Bereichen E-Health, Telemedizin und Sozialpolitik untersuchen.

Die Taskforce wird dabei den Angaben zufolge aktuellen politischen Entwicklungen auf EU-Ebene, darunter der Digitalen Agenda für Europa, der Europäischen Innovationspartnerschaft für Aktivität und Gesundheit im Alter und der vor Kurzem verabschiedeten Richtlinie über Patientenrechte in der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung, Rechnung tragen, den Blick aber vorwiegend in die Zukunft richten und prüfen, auf welche Weise die Innovation den Gesundheitssystemen und der Gesamtgesellschaft nutzen kann. (pi/rnf)

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