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10.05.2011 apa/Michaela Holy

AT&S zurück in der Gewinnzone

Die starke Nachfrage nach Smartphones, der neue Markt der Tablet PC sowie die zunehmende Vernetzung verschiedener IT-Geräte in den Bereichen Automotive, Kommunikation und Medizintechnik haben AT&S einen Rekordumsatz beschert.

Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2010/11 wurde ein Konzerngewinn von 35 Millionen Euro erzielt, nach einem Verlust von 37,6 Millionen Euro im Jahr davor. Der Umsatz wuchs um 30 Prozent und erreichte mit 487,9 Millionen Euro einen neuen Rekordwert. Laut Medienberichten beliefert ATS auch das Apple-iPhone.

Die weiteren Aussichten wurden bei der Bilanzpressekonferenz in Wien angesichts prognostizierter starker Wachstumsraten im Mobilfunk- und Tablet-Geschäft als gut bezeichnet. Das an der Wiener Börse notierte Unternehmen wolle für 2010/11 eine Dividende von 10 Prozent der Cash Earnings ausschütten, voraussichtlich etwa 32 bis 35 Cent, erläuterte Vorstandschef Andreas Gerstenmayer. Beschlüsse in den Gremien sind noch nicht gefallen.

Der Leiterplattenproduzent mit Sitz in Leoben beliefert nach eigenen Angaben acht der zehn größten Hersteller von Mobiltelefonen und "einige" Anbieter im Tablet-Markt, nennt aber keine Kundennamen. Im Tablet-Markt wird großes Wachstumspotenzial gesehen, bei den E-Books hingegen hält sich ATS zurück und beliefert nicht. Bei den Tablets seien wesentlich spezialisiertere Leiterplatten im Einsatz, außerdem erwarte man dass die E-Books in Zukunft in die Tablets integriert würden, erläuterte Gerstenmayer heute die Strategie.

Im Jahr 2010 wurden im Tablet-Markt 18 Millionen Stück verkauft, in den nächsten Jahren werden dreistellige Wachstumsraten erwartet. Hochgerechnet würde das für das Jahr 2015 einen Absatz von rund 150 Millionen Stück bedeuten. Die AT&S-Position im Tablet-Markt soll weiter ausgebaut werden, nannte der Vorstandschef heute eines der Unternehmensziele.

Der börsenotierte Austria Technologie Systemtechnik beschäftigt weltweit rund 7.600 Mitarbeiter, etwa 1.440 davon sind an den österreichischen Standorten (850 in Leoben-Hinterberg, 440 in Fehring und 215 in Klagenfurt) tätig. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde in Österreich um etwa 100 Mitarbeiter aufgestockt, weiterer Personalaufbau hierzulande ist aber nicht geplant. Etwa zehn Millionen Euro wurden in Österreich investiert, auch im laufenden Geschäftsjahr wird hier eine derartige Investitionssumme erwartet.

Die großen Investitionsbrocken tätigt die AT&S hingegen in China und Indien, wo 115 Millionen Euro flossen. Wie bereits vergangene Woche berichtet wurde in China ein Chongqing ein Grundstück für den Kapazitätsabbau gesichert. Die bisherige Strategie wird beibehalten: In Asien wird die Massenfertigung konzentriert, während in Österreich die Entwicklungsarbeit und die Zuliefertätigkeit für Österreich und Europa angesiedelt ist. Alle Standorte seien in etwa in gleichem Ausmaß mitgewachsen.

eutlich gestiegen ist die Netto-Verschuldung der Leiterplattenschmiede: Die Verschuldungsrate wuchs von 70,9 auf 84,3 Prozent. Ein großer Teil der Investitionen werde aus dem operativen Cash Flow bedient, der Rest aus Bankverbindlichkeiten, erläuterte Finanzvorstand Thomas Obendrauf. Die Eigenmittelquote liege bei etwa 39 Prozent. Ziel für das laufende Geschäftsjahr ist die Senkung der Verschuldungsquote auf 80 Prozent oder darunter. Gerstenmayer gab sich heute zuversichtlich: "Ein Verschuldungsgrad von 80 Prozent ist meiner Meinung nach nicht beängstigend".

Größter Einzelaktionär ist Hannes Androsch, der über seine Privatstiftung 21,5 Prozent der Anteile hält, vor Willi Dörflinger mit 17,6 Prozent. Beide bilden die Aufsichtsratsspitze. 50,88 Prozent der Anteile sind laut Firmen-Compass im Streubesitz.

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