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22.04.2011 apa/Christof Baumgartner

Serbien sucht Lösung mit TA und Deutscher Telekom

Die festgefahrenen Verkaufsverhandlungen zwischen der Telekom Austria (TA) und der serbischen Regierung zur Privatisierung der Telekom Srbija könnten nun laut einem Bericht der Tageszeitung "Blic" eine unerwartete Wendung erfahren. Demnach sollen die TA und die Deutsche Telekom ein Stück abbekommen.

Die Lösung könnte so aussehen: Die TA bekommt 51 Prozent an der Telekom Srbija und gib dafür ihre serbische Mobilfunktochter Vip Mobile an die Deutsche Telekom ab, schreibt "Blic" unter Berufung auf Regierungskreise in Belgrad. Die TA wollte den Bericht nicht kommentieren.

Die Deutsche Telekom war zwar ebenfalls an der Telekom Srbija interessiert, legte jedoch kein Angebot, weil sie den von Serbien verlangten Mindestpreis von 1,4 Mrd. Euro nicht bezahlen wollte. Das wollte die Telekom Austria auch nicht - sie ignorierte jedoch die mehrfach bekräftigten Aussagen der Regierung, auf keinen Fall billiger verkaufen zu wollen, und gab dennoch am 21. März ein bedingtes Angebot mit einem Kaufpreis zwischen 800 und 950 Mio. Euro ab. Belgrad forderte die TA daraufhin auf, ihr Angebot bis zum 3. Mai nachzubessern.

VIP MOBILE AN DEUTSCHE TELEKOM Nun wird aber offenbar eine Variante ventiliert, nach der alle Beteiligten profitieren sollen, heißt es in Serbien. Demnach soll die TA vom serbischen Staat 31 Prozent der Telekom Srbija um 840 Mio. Euro bekommen und weitere 20 Prozent von der griechischen OTE. Dafür würde die Telekom Austria ihre serbische Mobilfunk-Tocher Vip Mobile der Deutschen Telekom überlassen, die mit 30 Prozent an der OTE beteiligt ist. Der Wert der Vip Mobile wird von "Blic" mit rund 600 Mio. Euro beziffert, der OTE-Anteil an der Telekom Srbija mit 560 Mio. Euro.

Diese Variante wäre notwendig, weil Belgrad informelle Signale aus Brüssel erhalten habe, wonach es aus der Sicht der EU-Kommission nicht akzeptabel wäre, wenn in Serbien ein Mobilfunker gleich zwei Handynetze mit einem Marktanteil von über 70 Prozent hätte. Das wäre nämlich der Fall, wenn die TA sowohl die Telekom Srbija samt ihrem Mobilfunknetz MTS bekäme, als auch ihre serbische Mobilfunktochter behalten würde.

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