Lieferengpass setzt Konzernen zu Detail - Computerwelt

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20.04.2011 Alex Wolschann/apa/pte

Lieferengpass setzt Konzernen zu

Die Situation in Japan bringt Hersteller quer durch die Branche allmählich in die Bredouille.

Egal ob bei Kameras, Mobiltelefonen, Laptops oder LCD-Geräten: Fünf Wochen nach dem katastrophalen Erdbeben in Japan gerät bei einigen Produzenten von Consumer-Elektronik allmählich die Produktion ins Stocken. Wie die Financial Times berichtet, ist mit einer Verschärfung der derzeit nur leicht eingeschränkten Liefersituation zu rechnen. Bereits für Ende April rechnen Experten mit merklichen Komponenten-Engpässen.

Elektronikgroßmärkte wie Media-Saturn sind bereits alarmiert. »Einige unserer Industriepartner haben angekündigt, dass es zeitversetzt zu Lieferverzögerungen kommen könnte, da sie einzelne Komponenten für die Produkte aus Japan beziehen«, zitiert der Bericht eine Sprecherin von Europas größter Elektronikmarktkette. Erste Folgen der Japan-Krise sind vor allem bereits bei den Kamera- und Elektronikherstellern Canon und Sony zu verzeichnen. Eigenen Angaben zufolge muss Canon aufgrund der zeitweiligen Stromabschaltung sowie der erschwerten Beschaffung von Rohstoffen und Hilfsgütern weiterhin Produktionsanpassungen vornehmen. Dies führt dem Unternehmen nach unter anderem zu Engpässen im Geschäft mit Großformatdruckern. Aber auch Sony musste wegen des Bebens gleich mehrere Fabriken stilllegen. So plant der Konzern strombedingt Produktionsunterbrechungen im Sommer. Obwohl Sony derzeit noch auf »umfangreiche Lagerbestände« zugreifen kann, gebe es »potenzielle Lieferengpässe« wegen der Rohstoff-Versorgung sowie Verknappung einzelner Komponenten. Auch im Touchpanel-Markt soll es massive Probleme geben. Mittelfristig könnten sich die Lieferzeiten nach hinten verschieben.

MOBILFUNKER STARK BETROFFEN Auch die Mobilfunkbranche berichtet von Lieferengpässen und Problemen beim Transport. Von den bevorstehenden Quartalsberichten erhoffen sich Anleger nähere Informationen über die Größe des Ausmaßes. Nokia, Sony Ericsson und Research in Motion mussten Werke schließen und bekamen Lieferengpässe zu spüren.

Allerdings sind in der 148 Milliarden Euro schweren Mobilfunkbranche Lieferzeiten von vier bis fünf Wochen Normalität: Experten rechnen daher damit, dass die Japan-Krise erst im dritten Quartal richtig zu Buche schlägt. »Das wahre Ausmaß bleibt zunächst unklar. Es hängt davon ab, wie schnell die Bänder in den Werken wieder hochgefahren werden«, erklärt Gartner-Analystin Carolina Milanesi. Vor allem bei Chemikalien, die für die Produktion von Handy-Batterien benötigt werden, könnte es eng werden. Die Verknappung könnte auch zu einer Teuerungswelle führen, der Warenkorb von Geizhals.at ist heute um 13,8 Prozent teurer als zu Jahresbeginn.

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