Apples Geschäftsmodell ist Wachstumsbremse Detail - Computerwelt

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19.04.2011 pte/Rudolf Felser

Apples Geschäftsmodell ist Wachstumsbremse

Der fanatische Hype um Apple-Produkte gehört langfristig der Vergangenheit an – zumindest wenn es nach einer Analyse der Strategieberatung Simon-Kucher & Partners geht.

Demnach kann der Steve-Jobs-Konzern mit seinem bisherigen Geschäftsmodell nur schwer weiter wachsen. Angesichts neuer Rivalen am Markt wird Apple auf lange Sicht immer weniger Kunden finden, die alleinig für einzigartiges Design und einfache Bedienung signifikante Preisaufschläge hinnehmen.

HYPE KEIN SELBSTLÄUFER "Wenn man in einigen Jahren auf Apples Börsenkurs zurückblickt, wird der Launch des iPad2 vermutlich zeitgleich zusammenfallen mit dem Ende der Apple-Börsenerfolgsgeschichte", so Simon-Kucher-Analyst Ekkehard Stadie im Gespräch mit der Nachrichtenagentur pressetext. Zwar habe der Konzern mit richtungsweisenden Produkten wie dem iPod, dem iPhone oder dem iPad sowie cleverem Marketing unübertroffene Nutzererlebnisse geschaffen. Die Wachstumsdynamik sei aber nur aufrecht zu erhalten, wenn Fehler in der Segmentstrategie und im Pricing behoben werden.

Da mobile Endgeräte mit berührungsempfindlichen Touch-Panels inzwischen massentauglich sind und immer mehr Hersteller auf diesen Zug aufspringen, rechnet Stadie damit, dass nach einer ersten Hype-Phase viele Kunden auf die günstigeren Wettbewerberprodukte umsatteln. Denn obgleich der Smartphone-Markt derzeit noch weiter wächst, geht es dem Fachmann nach bei der Durchdringung vor allem um die breite Masse. "Follower zeichnen sich jedoch nicht durch eine erhöhte Zahlungsbereitschaft für Innovationen aus – ein Nachteil für Apple."

CONTENT-FRUST Obwohl Apple versucht hat, seine Hochpreisstrategie so lange wie möglich durchzuhalten, ist die Markteinführung des iPad2 eine Zäsur. Denn das Produkt wird mit einer verbesserten Performance zum gleichen Preisniveau angeboten. "Ein Preispremium von bis zu hundert Prozent wird sich im zukünftigen Massenmarkt Tablet PC langfristig nicht durchsetzen lassen", sagt Stadie. Dafür sei Apple zu breit in der Segmentansprache geworden. Auch sei das Preispremium für neue Segmente zu hoch und Rivalen wie Samsung zu gut.

Als weiteres Problem für Apple erachtet Simon-Kucher & Partners das Thema Paid Content. Denn in der Aufbauphase wurde eine 30-prozentige Umsatzbeteiligung bislang unkritisch gesehen. Der Konsument ist es laut den Experten aber selbst, der dieses Geschäftsmodell auf lange Sicht zu Fall bringt. Schließlich ist vor allem Apples Nadelöhr iTunes und die damit kommunizierte Attitüde zu entscheiden, was User wie konsumieren können, nicht für jeden geeignet. So wird es keinem Anbieter gelingen, breite Massen-Contents an ein Endgerät exklusiv zu binden. (pte)

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