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08.04.2011 apa/Rudolf Felser

Serbien schweigt zu Gesprächen mit Telekom Austria

Die serbische Regierung will ihre Verhandlungen mit der Telekom Austria über den Verkauf des 51-prozentigen Anteils an der Telekom Srbija nicht kommentieren.

Die Frist, welche den Österreichern eingeräumt wurde, um ihr Angebot aufzustocken, läuft am 12. April ab. Sie hatten als einzige Bieter für 51 Prozent an der Telekom Srbija einen Kaufpreis von bis zu 950 Mio. Euro geboten sowie Investitionen von 450 Mio. Euro innerhalb von drei Jahren in Aussicht gestellt. Die serbische Regierung hatte aber einen Mindestpreis von 1,4 Mrd. Euro festgesetzt. Serbiens Präsident Boris Tadic versicherte am Donnerstag, dass die Regierung die Telekom Srbija nicht unter dem festgesetzten Preis verkaufen würde. "Die Regierung hat mit dem Bieter Gespräche darüber aufgenommen, ob er den verlangten Preis bezahlen kann. Der Bieter hat noch keine Antwort gegeben. Akzeptiert er (den Preis), wird die Regierung positiv erwidern. Akzeptiert er nicht, bin ich sicher, dass sie dies nicht tun wird", sagte Tadic gegenüber der Tageszeitung "Vecernje novosti".

Unter Berufung auf inoffizielle Kreise berichtete die Tageszeitung "Blic", dass die Telekom Austria in den laufenden Verhandlungen vorgeschlagen habe, ihren Preis für den Kapitalanteil nicht zu korrigieren. Die für die Investitionen bestimmten 450 Mio. Euro würden in den nächsten zwei Jahren dafür nicht aus den Einnahmen der Telekom Srbija, sondern aus dem Eigenkapital der Telekom Austria gesichert werden. Laut dem Blatt waren die ersten Reaktionen aus der serbischen Regierung negativ.

Im Spiel sei auch die Möglichkeit, dass die Österreicher dem gesetzten Preis von 1,4 Mrd. Euro zustimmten, wobei allerdings die Summe von 450 Mio. Euro in Raten in den nächsten Jahren ausbezahlt würde, will die Tageszeitung wissen.

Die serbische Rundfunkbehörde hat laut derselben Quelle die Regierung des Premiers Mirko Cvetkovic informiert, dass eine Fusion des Mobilnetzes der Telekom Srbija, MTS, mit der serbischen TA-Tochter Vip Mobile nicht möglich sei. Vip Mobile müsste die Mobilfunklizenz in diesem Fall zurückgeben, was den Gesetzen zu Folge gar nicht möglich ist, meint demnach die Rundfunkbehörde.

Die serbische Kommission zum Konkurrenzschutz wird jedoch das Zusammengehen genehmigen, berichtete "Blic". Es wäre möglich, dass man den Mobilfunknetzen die Zahl der Mobilfunkkunden auf einen bestimmten Prozentsatz einschränkt, oder aber einem Mobilfunknetz bestimmte Tätigkeit untersagt, so die Tageszeitung. (apa)

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