Dotcom 2.0: Finanzmarkt gibt Entwarnung Detail - Computerwelt

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30.03.2011 pte/Rudolf Felser

Dotcom 2.0: Finanzmarkt gibt Entwarnung

Die Milliardenbewertungen für Facebook und Co. haben die Angst vor einer zweiten Dotcom-Blase geschürt. Teile des Finanzmarkts geben jedoch Entwarnung.

Branchenbeobachter junger Technologie-Start-ups und Investmentexperten sind sich zwar nach wie vor nicht über die potenzielle Gefahr einig. Viele halten die Risiken angesichts der noch größeren Menge an Kapital sogar für höher als vor einer Dekade. Teile des Finanzmarkts geben jedoch Entwarnung. Sie legen ihren Spekulationen harte Zahlen und Fakten zugrunde, die trotz des womöglich übertriebenen Hightech-Booms gegen ein neuerliches Platzen von Web-Illusionen sprechen.

Fehlinvestitionen sind auch zehn Jahre nach dem Dotcom-Knall nicht ausgeschlossen. Nicht alle Web-2.0-Unternehmen sind so gut aufgestellt wie Facebook und Nachfolger des Social Networks sorgen mit hoher Wahrscheinlichkeit für keinen annähernd vergleichbar großen Boom. Allerdings unterscheiden sich die heutigen Top-Konzerne im Internet von ihren gescheiterten Vorgängern in wesentlichen Eigenschaften. Wie die New York Times berichtet, können sie wesentlich entwickeltere und gewinnbringende Geschäftsmodelle vorweisen. Die Erlöse klettern nicht nur bei Facebook. Groupon schreibt beispielsweise seit 2009 Gewinne und steht vor Milliardenumsätzen.

Das Wachstumstempo des Gutscheinportals ist zwar beängstigend. Bei einem Börsengang würde Groupon voraussichtlich mit 25 Mrd. Dollar bewertet - nach gerade einmal 1,4 Mrd. Dollar im vergangenen Jahr. Vergleichbare Kandidaten, die sich die millionenschweren Finanzspritzen von Goldman Sachs, JPMorgan Chase und Co teilen, drängen aktuell jedoch in bedeutend geringerer Zahl aufs Finanzparkett als zu Dotcom-Zeiten. Angaben von Morgan Stanley zufolge sorgten 1999 über 300 Technologie-Start-ups für rund die Hälfte aller Börsengänge in dem Jahr. 2010 wagten laut Thomson-Reuters-Daten hingegen nur 20 Tech-Firmen diesen Schritt.

Dabei hat sich der Internet-Markt in den vergangenen zehn Jahren erst richtig entfaltet. Vor Platzen der Dotcom-Blase waren weltweit weniger als 250 Mio. Menschen online, was weniger als fünf Prozent der Weltbevölkerung entspricht. Mittlerweile ist jede dritte Person ein "User" - insgesamt etwa zwei Mrd. Menschen, wie Internet World Stats zeigt. Statt vieler kleiner Web-Firmen ohne Business-Modell sind die heutigen Börsenkandidaten bereits global aufgestellt und schreiben schwarze Zahlen. Zwar ist die Branche auch heute wie im Rausch. Dieser konzentriert sich jedoch auf eine bedeutend kleinere Gruppe ausgewählter Konzerne. (pte)

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