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23.03.2011 Christof Baumgartner/pte

Mehr Kostensicherheit für Smartphone-User

Ausnahmsweise sind die heimischen Mobilfunkanbieter ­einer Meinung: Sie haben sich auf einen Branchenkodex geeinigt.

Der Markt für Smartphones gilt als stark wachsender, weil diese Geräte mehr zu bieten haben als herkömmliche Handys. Einer der großen Vorteile der Geräte ist es, damit jederzeit und überall im Internet surfen zu können. Aber genau hier kam es immer wieder zu Beschwerden von Seiten der Kunden. Zu den größten Kostenfallen bei mobilem Breitband zählt das Überschreiten von im Tarifpaket inkludierten Freimengen, wobei saftige Gebühren pro Megabyte anfallen. Darüber hinaus kann das Surfen in ausländischen Netzen – sei es im Ausland oder unbewusst in Grenznähe – durch Roaminggebühren horrende Rechnungen produzieren. »Das beste, dass man für den Konsumenten tun kann, ist gute Leistung zu einem guten Preis anzubieten. Wir haben eine gewisse Sorge bei den Kunden registriert. Das war auch für uns ein Wachstumshemmnis bei Datendiensten und der Grund für die Einigung zum Selbstverpflichtungskodex«, sagt Jan Trionow, Chef des kleinsten Mobilfunkers Drei (Hutchison 3G Austria). Aus diesem Grund haben nun die vier heimischen Mobilfunkanbieter A1, T-Mobile, Orange und Drei eine freiwillige Selbstverpflichtung unterzeichnet, die unter anderem Warnungen per SMS noch vor Überschreiten des Datenlimits festlegt. Die Kunden sollen gewarnt werden, wenn sie etwa kurz vor der Überschreitung ihres Datenlimits stehen und somit empfindlich höhere Gebühren zu erwarten haben.

Warn-SMS Als Kernstück verpflichten sich die Mobilfunkbetreiber dazu, dass die Kunden Verbindungsgenau (Stand letzte Session) über ein Webinterface den Stand des verbrauchten Datenvolumens abfragen können. Hinzu kommt, dass die Kunden per SMS informiert werden, wenn das System eine 70- bis 80-prozentige Ausschöpfung des inkludierten Datenvolumens errechnet hat. Eine weitere Warn-SMS folgt, sobald das Datenvolumen zur Gänze aufgebraucht ist. Alternativ dazu können die Betreiber ein Service anbieten, bei dem der Betreiber bei Erreichen eines bestimmten Wertes über die entstandenen Kosten informiert. Wird ein solches Service angeboten, kann vom Kunden auch eine Verständigung bei Überschreiten des Betrages von 60 Euro angefordert werden. Das unabsichtliche Überschreiten der inkludierten Datenmenge im Heimnetz soll durch spezielle Speed-Stepdown-Tarife verhindert werden. Dabei wird nach Erreichen des Datenlimits die Verbindungsgeschwindigkeit auf 56 kbit/s gedrosselt, wodurch der teure Datentransfer außerhalb des Tarifpakets beschränkt wird.

Roaming-Lösung Der Roamingproblematik begegnen die Betreiber mit einer Opt-In-Lösung. Kunden müssen im Ausland, sobald das erste Mal eine Datenverbindung aufgebaut wird, aktiv bestätigen, dass sie Datenservices nutzen wollen. Das geschieht entweder über eine Bestätigungs-SMS oder auf einer Landing-Page im Webbrowser. Allerdings betrifft das nur Endgeräte, sie sich nicht in ein »Partnernetz« einwählen, mit dem der jeweilige Betreiber Abkommen geschlossen hat. Bei Partnernetzen mit vergleichsweise günstigen Roamingtarifen bleibt es bei der herkömmlichen Bestätigungs-SMS nach der Einbuchung in das neue Netz, ohne dass der Nutzer aktiv zustimmen muss. Darüber hinaus werden Kunden im Ausland mit Warn-SMS informiert, sobald ein gewisses Datenvolumen erreicht ist. Je nach Betreiber geschieht dies nach 50, 60 oder 100 Megabyte. Als »Gegenpol« zur Beschränkung der Bandbreite bei Überschreiten des Limits kann sich T-Mobile-Chef Robert Chvátal für die Zukunft auch »Premium-Tarife« vorstellen, gerade hinsichtlich der weiteren Netzbelastung durch vermehrte Datenvolumina sowie der damit verbundenen Bandbreiten-Knappheit.

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