S&T verschiebt Bilanz-PK und HV Detail - Computerwelt

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22.03.2011 apa/Rudolf Felser

S&T verschiebt Bilanz-PK und HV

Der auf Osteuropa spezialisierte börsenotierte Wiener IT-Dienstleister S&T System Integration Technology Distribution AG verschiebt seine Bilanzpressekonferenz und auch die Hauptversammlung.

Die bisher für 31. März geplante Bilanzpräsentation wird zu einem späteren, noch unbekannten Termin stattfinden, die HV soll am 3. Juni statt am 20. Mai abgehalten werden, hieß es in einer Aussendung. Das Erstquartalsergebnis will das Unternehmen demnach um drei Wochen von 9. auf 31. Mai verschieben. Bereits am 25. Februar sollte das vorläufige Ergebnis für das abgelaufene Jahr 2010 publiziert werden, das ist aber nicht erfolgt. Der Aktienkurs von S&T stand am Dienstag (22. März) um 14 Uhr an der Wiener Börse unverändert gegenüber dem Vortagesschluss bei 3,20 Euro.

Erst in der zweiten Februar-Hälfte hatte S&T den erfolgreichen Abschluss von Verhandlungen mit den Gläubigerbanken gemeldet, der dem angeschlagenen Unternehmen das Überleben zumindest kurz- und mittelfristig sichern soll. Nach der Grundsatzeinigung mit den Banken von Ende Jänner habe man nun auch die Detailverhandlungen erfolgreich abgeschlossen, hieß es am 22. Februar. Das Finanzierungspaket stelle eine Gleichbehandlung aller Gläubiger sicher, inkludiere den Aufschub der 2011 fälligen Anleihen bis zunächst 1. April 2012 und schaffe die Basis für einen Abschluss der Investorengespräche. Für die Deutschland-Tochter mit 45 Mitarbeitern wurde der Weg einer Insolvenz eingeschlagen, wurde Ende Jänner überraschend bekannt. Mitte Februar wurde auch die Schweizer Tochter in die Insolvenz geschickt.

2009 hatte die S&T-Gruppe mit 2.581 Mitarbeitern noch 411 Mio. Euro Umsatz erzielt. Die Ergebnisse waren damals allerdings negativ: das Betriebsergebnis (EBIT) mit -3,13 Mio. Euro, das EBT mit -6,96 Mio. Euro und das Jahresergebnis mit -12,29 Mio. Euro.

Die ersten neun Monate 2010 waren tiefrot gewesen. Das EBIT lag von Jänner bis September bei -14 Mio. Euro, nach -1,3 Mio. Euro ein Jahr davor. Der Umsatz gab von 283,1 auf 264,4 Mio. Euro nach. Im dritten Quartal selbst lag das Betriebsergebnis bei -4,6 Mio. Euro, nach 0,1 Mio. Euro im 3. Quartal 2009. Der Umsatz gab von Juli bis September von 92,1 auf 90,8 Mio. Euro nach.

Für das 4. Quartal 2010 hatte S&T Ende Dezember eine Gewinnwarnung ausgegeben: Im Schlussquartal werde man operativ Verlust schreiben – anders als noch zu Ende des 3. Quartals angekündigt –, hieß es. (apa)

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