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21.03.2011 Christof Baumgartner/apa

Bieterfrist für Telekom Srbija läuft ab

Heute am 21.03 um Mitternacht läuft die Frist für die bindenden Offerte für den Erwerb des zum Verkauf stehenden 51-prozentigen Anteils an der Telekom Srbija ab. Die serbische Regierung erwartet laut Medienberichten vier Angebote, darunter eines der Telekom Austria.

Die Telekom Austria wird eine Angebot machen, allerdings eines, das nicht der Ausschreibung entspricht, schreibt das Wirtschaftsblatt unter Berufung auf eine involvierte Person. Damit will die Telekom Austria (TA) laut der Zeitung im Rennen bleiben. Keinen Kommentar dazu gab es aus der TA, weil man die Kapitalmarkt-Spielregeln sehr ernst nehme. Belgrader Medien spekulierten ihrerseits, dass die Ausschreibung scheitern dürfte. Der von der Regierung festgesetzte Mindestpreis für die Mehrheit an der Telekom Srbije liegt bei 1,4 Mrd. Euro.

Serbiens Ministerpräsident Mirko Cvetkovic hatte erst kürzlich ein mögliches Scheitern der Ausschreibung angedeutet. Die Telekom Srbija würde nicht um "jeden Preis" verkauft werden, meinte der Regierungschef. In der Öffentlichkeit wurde seine Erklärung auf zwei Weisen gedeutet: Entweder gebe es nur wenige interessierte Unternehmen oder der festgesetzte Preis sei nicht zu erzielen, meint die Tageszeitung "Blic".

Der Staat hält 80 Prozent an der Telekom Srbija, weitere 20 Prozent befinden sich im Besitz der griechischen OTE, an der die Deutsche Telekom wiederum mit 30 Prozent hält. Die Griechen entschlossen sich nach wochenlangen Verhandlungen mit der Belgrader Regierung erst kürzlich zum Verkauf ihres Anteils. Potenzielle Käufer wurden informiert, dass zum Verkauf nun der Telekom-Srbija-Anteil der Griechen und ein 31-prozentiger Anteil des serbischen Staates stehen.

MEHRERE INTERESSENTEN Das Interesse am Erwerb der Telekom Srbija hatten nebst der Telekom Austria auch noch die Deutsche Telekom, France Telecom, die mexikanische America Movil, die ägyptische Weather Investments sowie die türkische Turkcell bekundet. Allerdings hätten France Telecom und America Movil auf eine bindende Offerte verzichtet. Als seriöseste Interessenten werden von serbischen Medien die Telekom Austria und die Deutsche Telekom gesehen. 2010 erzielte Telekom Srbija mit knapp 9.500 Mitarbeitern einen Gewinn in Höhe von 15,8 Mrd. Dinar (153,9 Mio. Euro). Die Telekom Srbija ist laut ihrem Chef Branko Radujko das derzeit erfolgreichste serbische staatliche Unternehmen. In den letzten drei Jahren wurden in die Staatskasse auf Basis des Firmengewinns rund 130 Mio. Euro überwiesen.

Das Unternehmen hat dank der Monopolstellung derzeit 3,2 Millionen Festnetzanschlüsse. Am Mobilfunkmarkt Serbiens hält das staatliche Unternehmen mit 5,9 Millionen Mobilfunkkunden 60 Prozent. Seit 2007 ist die Telekom Srbija mit 65 Prozent an der bosnischen Telekom Srpske beteiligt. In Montenegro erhielt das Unternehmen ebenfalls eine Mobilfunk- und Festnetzlizenz.

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