Deutsche Telekom verkauft US-Tochter an AT&T Detail - Computerwelt

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21.03.2011 Christof Baumgartner/apa

Deutsche Telekom verkauft US-Tochter an AT&T

Die Deutsche Telekom verkauft ihre amerikanische Tochter T-Mobile USA für 39 Milliarden Dollar (27,6 Mrd. Euro) an den Konkurrenten ATT. 25 Milliarden Dollar der Summe wolle AT&T in bar zahlen, der Rest werde in ATT-Aktien entrichtet.

Damit erhalte die Telekom bis zu acht Prozent an ATT und steige zum größten Minderheitsaktionär des US-Branchenschwergewichts auf. Die Gremien beider Unternehmen stimmten der Übernahme bereits zu. Der Abschluss der Transaktion wird für das erste Halbjahr 2012 erwartet, muss aber noch von den Wettbewerbshütern in den USA genehmigt werden.

Mit dem Verkauf werde die Position der Deutschen Telekom (DT) in Europa gestärkt, erklärte DT-Chef Rene Obermann. "Wir können uns nun stärker auf den Ausbau der schnellen Netze in Europa und die Entwicklung moderner Internetprodukte konzentrieren." Gleichzeitig werde die DT weiter am stark wachsenden Geschäft mit dem mobilen Internet in den USA teilhaben. Mit dem Erlös der Transaktion will die DT nach eigener Mitteilung ihre Verbindlichkeiten um etwa 13 Milliarden Euro reduzieren. Rund fünf Milliarden Euro seien für den Rückkauf eigener Aktien geplant, erklärte das Unternehmen. Mit der Transaktion wird T-Mobile USA mit dem Siebenfachen des bereinigten Betriebsergebnisses (Ebitda) des Geschäftsjahres 2010 bewertet.

GEGENWIND Der deutsche Branchenprimus hatte in den USA im Mobilfunkgeschäft bereits seit einiger Zeit mit Gegenwind gekämpft. T-Mobile ist dort der viertgrößte Mobilfunkanbieter. Die wichtigsten Wettbewerber sind neben Sprint Nextel die Unternehmen Verizon Wireless und AT&T. T-Mobile USA trat zuletzt mit rund 33 Millionen Kunden auf der Stelle, während große Konkurrenten mit exklusiven Handys und kleinere Anbieter mit Discount-Preisen neue Kunden gewannen. Die Kaufvereinbarung der beiden Unternehmen sieht vor, dass AT&T den Baranteil des Kaufpreises um bis zu 4,2 Milliarden Dollar erhöhen und die Aktienkomponente entsprechend verringern kann. Die DT soll künftig mit einem Sitz im Aufsichtsrat von AT&T vertreten sein.

Die bis 2012 festgesetzte Dividendenpolitik der DT soll sich durch den Verkauf nicht ändern. Auch die Prognose für das Geschäftsjahr 2011 bleibe unverändert. Gerechnet werde weiterhin mit einem bereinigten Betriebsergebnis (Ebitda) von rund 19,1 Milliarden Euro, erklärte das Unternehmen.

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