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10.03.2011 apa/Michaela Holy

Orange verzeichnet leichtes Ergebnisplus

Orange-Chef Michael Krammer blickt auf "ein sehr erfolgreiches Jahr" zurück. Die Konzentration auf Bestandskunden habe sich ausgezahlt. Der Nettogewinn stieg um 1,5 Prozent auf 36,2 Mio. Euro, der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte um zwei Prozent auf 185 Mio. Euro zu.

Die Kundenzahl wuchs um fünf Prozent auf 2,3 Millionen - und zwar echte Kunden, wie Krammer betonte. Denn Orange würde, im Gegensatz zum Mitbewerb, nicht ehemalige Kunden noch als Prepaid-Nutzer weiterführen. Die Diskont-Tochter Yesss! habe mittlerweile über 700.000 Kunden und sei, gemessen am Marktanteil, der größte Billiganbieter in Europa.

Die Tochter der France Telecom musste aber beim Umsatz - wie der Mitbewerb auch - Federn lassen (minus 3,7 Prozent auf 548 Mio. Euro). Verantwortlich für den Rückgang seien "die niedrigsten Zusammenschaltungsentgelte in Europa", die regulatorischen Eingriffe bei den Roaminggebühren und der weiterhin sehr intensive Wettbewerb. Zu letzterem meinte Krammer in Richtung des kleinsten Anbieters "3": "Wir sind in Österreich in der einzigartigen Situation, dass wir eine Non-Profit-Organisation im Mobilfunk haben, die nach acht Jahren noch immer unter zehn Prozent Marktanteil hat".

Krammer will auch heuer den Fokus auf die Bestandskunden legen. Dafür soll die Betreuung in den 95 Orange-Shops ausgebaut werden und neue Filialen dazukommen. Schon jetzt sei Orange in Österreich - gemessen an den Niederlassungen - die größte Elektrohandelskette hinter Hartlauer. Mittlerweile würden 70 Prozent aller abgegebenen Handys bei Orange Smartphones sein, für die es einen höheren Informationsbedarf gebe als bei den "klassischen" Handys. Zu den Top-Sellern zählen neben dem iPhone 4, die Samsung-Geräte Monte und Leo sowie das HTC-Desire und das Orange Boston, wobei die Benutzer des Apple-Handys iPhone wahre Internetfreaks sind: Sie laden mit 800 MB im Monat die doppelte Datenmenge herunter als die restlichen Smartphone-User.

Sehr gut gelaufen sei die Aktion "Orange hilft". Krammer: "Alle Tarife, die wir seit März 2010 auf den Markt bringen, haben auch einen sozialen Mehrwert. Freiminuten, die dem Kunden am Ende der Abrechnungsperiode übrig bleiben, verwandelt Orange in Geld, das karitativen Projekten in Österreich zugutekommt. Insgesamt hat Orange im ersten Jahr der Initiative über 80.000 Euro gesammelt."

Orange ist hinter Marktführer A1 und T-Mobile der drittgrößte Anbieter in Österreich. Der Mobilfunker gehört zu 65 Prozent dem Investmentfonds Mid Europa Partners und zu 35 Prozent France Telecom. An eine Änderung der Eigentümerstruktur wird derzeit nicht gedacht, betonte Krammer. "Wir sind gekommen, um hier Wurzeln zu schlagen", erinnerte Krammer an frühere Aussagen des Fonds.

In Österreich tobt am Mobilfunkmarkt ein weltweit einzigartiger Preiskampf mit einer SIM-Karten-Penetration von rund 150 Prozent und einer unvergleichlichen Wechselrate der Kunden. Auf die Marktanteile der vier Anbieter hat dies aber kaum einen Einfluss. Wie mobil die Kunden sind, zeigt die Zahl der mitgenommenen ("portierten") Rufnummern: Fast 240.000 Handybesitzer haben im Vorjahr ihre Nummer portiert. Gleichzeitig gehen die Umsätze von A1, T-Mobile, Orange und "3" seit dem Jahr 2006 zurück. "Wir laufen mit höchster Geschwindigkeit, um letztendlich still zu stehen", so das Fazit von Krammer.

Lag der Umsatz des Gesamtmarktes im Jahr 2007 noch bei rund 3,6 Mrd. Euro, waren es im Vorjahr nur mehr ca. 3,2 Mrd. Euro. Alleine gegenüber 2009 gab es ein Minus von 4,1 Prozent. Dabei steigt die Zahl der Gesprächsminuten und der SMS weiter - und das Datenvolumen explodierte regelrecht. Erstmals gibt es über 1,5 Millionen mobile Internet-Anschlüsse, die Datenmenge hat sich von 2009 auf 2011 vervierfacht. Laut dem "Telekom Monitor" der Regulierungsbehörde RTR hat zuletzt der kleinste Anbieter "3" minimal zugelegt und liegt nun bei einem Marktanteil von 8,3 Prozent (die aktuellsten Zahlen sind vom 3. Quartal 2010). Orange kommt auf 19,3 Prozent, T-Mobile auf 30,7 Prozent und A1 Telekom Austria auf 41,7 Prozent.

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