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28.02.2011 apa/Rudolf Felser

Hardware für E-Card bei Ärzten wird ausgetauscht

Nach dem im Vorjahr erfolgten Austausch von mehr als der Hälfte der E-Cards für die Versicherten wird nun ab März auch die Hardware bei den Ärzten ausgewechselt.

In den Ordinationen wird in den nächsten Tagen damit begonnen, neue und leistungsfähigere Gesundheits-Informations-Netzadapter, die sogenannten GINA-Boxen, zu installieren. Derzeit sind GINA-Boxen bei rund 12.000 Ärzten im Einsatz, über die jährliche etwa 112 Millionen Patientenkontakte abgewickelt werden. Die neuen, leistungsfähigeren Geräte sollen das E-Card-System auf den neuesten Stand der Technik bringen und die technische Grundlage für künftige E-Health-Applikationen bilden. Auch für die geplante Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) ist die neue Box bereits ausgelegt.

Die Box bietet den Angaben zufolge auch ausreichend Ressourcen für künftige Applikationen im eHealth Bereich: Der Atom-Prozessor soll bis zu 20 parallele Arbeitssitzungen erlauben, als Betriebssystem kommt Linux zum Einsatz. Eine kontinuierliche Fehlerdiagnose trägt für ein geringes Ausfallsrisiko Sorge – so wirdwerden etwa die Restlebensdauer der Flash Disk und die CPU-Temperatur laufend überwacht. Ein Sicherer Schlüsselspeicher (TPM; Trusted Platform Module), USB für Tastaturen und USB-Sticks sowie VGA- und DVI-Anschlüsse für Monitore sind ebenfalls mit von der Partie.

GINA BEREIT FÜR ELGA Wie der stellvertretende Generaldirektor des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger, Volker Schörghofer, und Telekom-Generaldirektor Hannes Ametsreiter am Montag in einer gemeinsamen Pressekonferenz erläuterten, wird der Roll-Out der neuen Hardware in den nächsten Tagen beginnen und soll bis Ende 2012 abgeschlossen werden. Der Austausch wird für die Ärzte kostenlos sein und soll bei laufendem Betrieb erfolgen, das bedeutet, es wird zu keiner Unterbrechung des Ordinationsbetriebes kommen. Die Telekom wird als bei weitem größter Anbieter für den Austausch von etwa 9.000 Boxen sorgen, die restlichen 3.000 werden kleinere Anbieter übernehmen.

Nicht nur der Tausch der Geräte erfolgt für die Ärzte kostenlos, auch die Kosten für den E-Card-Anschluss bleiben für die Mediziner unverändert. Der Arzt zahlt ein monatliches Entgelt von 40 Euro plus Mehrwertsteuer, zusätzliche Leistungen wie etwa die Möglichkeit der elektronische Befundübermittlung müssen extra bezahlt werden. Die Sozialversicherung zahlt der Telekom elf Euro monatlich pro Box. (apa/rnf)

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