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28.02.2011 apa/pte/Rudolf Felser

Experten warnen vor Dotcom-Blase bei Social Media

Firmen wie Facebook, Twitter, Groupon, Zynga oder Demand Media werden von den Investoren mit Milliarden bewertet. Alle streben an die Börse, um sich frisches Kapital für ihre schnelle Expansion zu besorgen.

Das erinnert sehr an die Anfänge der Dotcom-Blase Ende der 90er Jahre. Damals aber fiel der Neue Markt der Technologiewerte böse auf die Nase. Zu viele Unternehmen wagten den Gang aufs Parkett, ohne entsprechende Vermögenswerte aufzuweisen. Sie stürzten ab und bereiteten dem Aktienrausch ein jähes Ende. Heute veranstalten die Anleger wieder Wettrennen, zum Beispiel um Anteile am Sozialen Netzwerk Facebook, obwohl das US-Unternehmen bisher nur auf außerbörslichen Handelsplattformen zu haben ist. Mit seinen mehr als 500 Millionen Nutzern bietet das von Jung-Milliardär Mark Zuckerberg gegründete Unternehmen ein enormes Werbe-Potenzial. Zwar sei der Nutzen dieser Werbung begrenzt, solange nicht klar sei, wie effizient sie die Kunden erreicht, sagt Marc Umber, Juniorprofessor bei der Frankfurt School of Finance.

Mit Facebook zeige sich aber, dass die Anleger mehr als zehn Jahre nach dem Platzen der Spekulationsblase wieder empfänglich für neue Geschäftsideen seien und Vertrauen in eine blühende Entwicklung setzten. Den Weg bereitet hat Internet-Riese Google. "Der Konzern hat bewiesen, dass man neue Märkte schaffen kann", so Umber.

Marc Castedello, Partner bei der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG, warnt vor Tendenzen, wie sie im Jahr 2000 zu beobachten waren. Es stelle sich die Frage, wie nachhaltig manche Internet-Geschäftsmodelle seien. In diesen Fällen hält er eine Investition für sehr riskant. Doch seien die Anleger weltweit derzeit auf der Suche nach Investitionen, die eine hohe Rendite versprechen.

So pumpt auch, allen Warnungen zum Trotz, der Wall-Street-Koloss JPMorgan Chase hohe Summen in den Rachen der sozialen Medien. Über 1,2 Mrd. Dollar hat JPMorgan laut US-Medien für den hauseigenen "Digital Growth Fund" aufgebracht. Dieser investiert in Unternehmen aus den Boom-Bereichen Internet und digitale Medien. Und hilft damit möglicherweise, die nächste Wirtschafts-Blase mit Geld und heißer Luft zu füllen. (apa/pte/rnf)

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