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25.02.2011 Christof Baumgartner/apa

Serbien verkauft Telekom nicht um jeden Preis

Die serbischen Behörden scheinen Zweifel an dem Erfolg der Privatisierungsausschreibung für die Telekom Srbija zu haben. "Die Regierung möchte die Telekom Srbija nicht um jeden Preis verkaufen", sagte Ministerpräsident Mirko Cvetkovic.

Bereits zuvor hatte die Telekommunikationsministerin Jasna Matic wissen lassen, dass ein Scheitern der Ausschreibung nicht ausgeschlossen sei. In Belgrader Expertenkreisen, aber auch in Oppositionsreihen wird die Privatisierung der Telekom Srbija meist auf die staatlichen Finanznöte zurückgeführt. Finanzministerin Diana Dragutinovic wies dies zurück. Die Stabilität des Budgets hänge nicht von der Privatisierung der Telekom ab. Man habe eine Strategie für die Budgetfinanzierung ausgearbeitet, beteuerte Dragutinovic. Die Regierung habe einen relativ hohen Mindestpreis - 1,4 Mrd. Euro für einen 51-prozentigen Anteil - festgelegt.

Dass ein Scheitern der Privatisierungsausschreibung den Behörden derzeit ziemlich real vorkommt, war auch Aussagen von Telekom-Chef Branko Radujko zu entnehmen. "Der Prozess der Telekom-Privatisierung ist kompliziert und hängt nicht nur von guten Ergebnissen ab, die die Firma verbucht. Von Käufern werden auch die Währungskurs-Tendenzen, Kaufkraft der Bevölkerung und die Situation auf dem Finanzmarkt analysiert", sagte Radujko gegenüber der Wochenzeitschrift "NIN".

80 PROZENT IM STAATSBESITZ Die Telekom Srbija ist Radujko zufolge das derzeit erfolgreichste serbische staatliche Unternehmen. In den letzten drei Jahren wurden in die Staatskasse auf Basis des Firmengewinns rund 130 Mio. Euro überwiesen. 80 Prozent des Telekomanbieters befinden sich im Staatsbesitz, 20 Prozent hält die griechische OTE, die kürzlich der Regierung gegenüber die Absicht bestätigte, ihren Anteil zu verkaufen.

Die bindenden Offerte sind bis zum 21. März zuzustellen. Dazu berechtigt sind insgesamt sechs Unternehmen, darunter die Telekom Austria und die Deutsche Telekom. Belgrader Medien spekulierten wiederholt, dass gerade sie die seriösesten Kandidaten für den Erwerb seien. 2010 erzielte Telekom Srbija mit knapp 9.500 Mitarbeitern nach Angaben Radujkos einen Gewinn in Höhe von 15,8 Mrd. Dinar (153,9 Mio. Euro). Seit 2007 ist die Telekom Srbija mit 65 Prozent an der bosnischen Telekom Srpske beteiligt. In Montenegro erhielt das Unternehmen ebenfalls eine Mobilfunk- und Festnetzlizenz.

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