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Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


11.02.2011 Christian H. Leeb*

Know-How made in Austria

Die Start-up-Szene in Österreich lässt immer mehr von sich hören.

Sehr interessant ist auch, wie sich die Entrepreneure gegenseitig unterstützen, ob durch Kontakte oder Feedback. In Wien ist derzeit insbesondere im Sektor5 einiges los. In Anlehnung an das Betahaus in Berlin wurde in der Siebenbrunnengasse 44 ein Coworking-Space als Privatinitiative von Yves Schulz und Karin Ruthardt geschaffen, der einigen Start-ups, aber auch Anderen Platz zum Arbeiten und Besprechen bietet. Hier ist auch Sylvie Chin, Chefin von Clearkarma, oft anzutreffen. Clearkarma hat sich zum Ziel gesetzt, die Beziehung zu unserem Essen nachhaltig zu verändern. Mit einer mobilen Applikation kann ich ein Lebensmittel einscannen und bekomme umgehend eine Warnung, wenn ich dieses Lebensmittel nicht vertrage. Das Gütesiegel eines Lebensmittels ist also nicht mehr wie bisher am Lebensmittel angebracht, sondern befindet sich sozusagen zwischen Lebensmittel und mir. Klar ist, dass ich in meinem Profil angeben muss, was ich nicht vertrage. Da es ca. 300 Millionen Menschen weltweit gibt, die gegen verschiedenste Produkte allergisch sind oder aus anderen Gründen nicht essen wollen, und Tausende Bestandteile unserer Lebensmittel nicht aufgelistet werden, ist das Potenzial von Clearkarma also riesig.

Die Community wird dann in weiterer Folge – so der Plan von Sylvie Chin und ihrem mittlerweile internationalen Team – bestehende Datenbanken über Lebensmittel ver­bessern und weltweit zusammenarbeiten. Und wer weiß, eines Tages wird Clearkarma mit den vielen Menschen weltweit dafür sorgen, dass keine Lebensmittel mehr in Umlauf kommen, die nicht fair produziert und gehandelt werden. Auch in anderen Bereichen lernen wir, dass die kollektive Intelligenz, die Weisheit der Vielen, mehr bewirken kann, als Gesetze und zentrale Strukturen. Clearkarma hat auch bei der Seedlounge Ende Jänner in München die Jury überzeugt und wurde von 110 Bewerbungen in die Gruppe der besten drei gewählt. Im Life Crowd Funding konnten die ca. 200 Teilnehmer an der Seedlounge Geld in Clearkarma investieren. Weitere Mittel sind natürlich notwendig. Sylvie Chin denkt daher über ein Europäisches Genossenschaftsmodell nach, nach dem ClearKarma allen gehören soll, die es auch nutzen. So soll Machtkonzentration ent­gegengewirkt werden, damit Clearkarma den gesellschaftlichen Zweck erfüllen kann.

Sind Sie selbst Start-up und wollen hier präsentiert werden? Nehmen Sie unter chleeb@gmail.com Kontakt auf!

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