Tatjana Oppitz: Smarte Lady an der Spitze einer "smarten" IBM Detail - Computerwelt

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10.02.2011 Edmund E. Lindau

Tatjana Oppitz: Smarte Lady an der Spitze einer "smarten" IBM

Seit Jänner leitet erstmals in der Geschichte von IBM-Österreich eine Frau die Geschicke des heimischen Computerkonzerns, der dieses Jahr sein weltweit 100-jähriges Bestehen feiert.

Die Wienerin Tatjana Oppitz (48) setzt damit eine Zäsur nach dem elften männlichen General­direktor Leo Steiner. Im Rahmen eines »IBM-smart Breakfast« stellte sich Tatjana Oppitz – die nichts von Quotenfrauen hält und es sinnvoller findet, Frauen direkt zu fördern, als eine Quote einzuführen – ­vergangene Woche in Wien erstmals einer breiteren Öffentlichkeit.

COMPUTERWELT: Welche Ziele haben Sie sich für sich und IBM-Österreich für die nächsten Jahre gesetzt? Tatjana Oppitz: Für mich persönlich sind zwei Themen ganz wichtig: Professionalität und Verantwortung. Professionalität bedeutet, auf seine Aufgaben vorbereitet zu sein und vorausschauend zu planen. Gleichzeitig bin ich für meine Mitarbeiter verantwortlich. Ich habe in den letzten ­Tagen und Wochen viele Gespräche mit dem Ziel geführt: »die Firma sind wir«. Mein internes Ziel ist es, ein exzellentes Betriebsklima zu schaffen. IBM bietet ­seinen Kunden ein extrem breites Portfolio an. Zwei Drittel unseres Umsatzes generieren wir mit Dienstleistungen, die in den einzelnen Bereichen entwickelt werden. Da ist die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit ganz besonders wichtig.

Und wie betrachten Sie die zukünftige Zusammenarbeit mit Ihren Kunden? Ich möchte, dass uns unsere Kunden als Partner, als einen »trusted advisor«, sehen. IBM verfügt diesbezüglich weltweit über riesiges Know-how und Erfahrungs­potenzial. Wir verkaufen heute keine PC. Ich kann mich noch gut erinnern, wie wir den PC-Bereich nach China verkauft haben und von den Mitbewerbern und dem Markt belächelt wurden. Aber mit PC verdient man kein Geld. Wir konzentrieren uns auf den Business-to-Business-Bereich und denken dabei global. Wir wollen und ­können große Projekte und System­integrationen erfolgreich umsetzen.

Wo sehen Sie im Business-to-Business-Bereich Ihre strategischen Ziele? Denken Sie dabei an den Begriff »smart«, »smarter planet«, »smarter cities«. Das kommt von IBM. 2008 hat unser CEO ­Samuel J. Palmisano einen weltweiten ­internen »innovation jam« ausgerufen. Das Ziel: intelligente Technologien für die Welt. Diese Technologien setzen auf drei Säulen auf: instrumentiert, interconnected und intelligent. Instrumentiert bedeutet, wir können heute sehr vieles, fast alles, messen und steuern. Gleichzeitig können wir sehr vieles miteinander verbinden, inter­connecten. Egal ob das Kühe, Bäume oder Container sind, RFID-Chips machen das heute ganz einfach möglich. Und ­»Intelligenz« bedeutet, die riesige Menge an unstrukturierten Informationen intelligent aufzubereiten. Und das ist »Business Analytics«: Dinge oder Ereignisse vorhersehbar zu machen. IBM investiert weltweit jährlich sechs Milliarden Dollar alleine in Forschung und Entwicklung.

Forschung und Entwicklung hat bei IBM Österreich nicht mehr den hohen Stellenwert wie früher. Wir sind immer auf der Suche nach ­Partnerschaften. Österreich hat so viele innovative Unternehmen. Denken Sie an Frequentis oder Infineon. Vor einem Jahr haben wir hier am Standort Wien ein ­eigenes Kompetenz-Zentrum für Datenmodellierung und »Business Analytics« eröffnet.

Mit dem »smart«-Thema» adressiert IBM neben Unternehmen auch Bund, Länder und Gemeinden als Kunden. Deren Budgets sind knapp. Auch das budgetschonende Cloud-Computing wird von der öffentlichen Hand aus Sicherheitsgründen kritisch betrachtet. Ja, Österreich hat ein Sparbudget. Das ­haben viele Unternehmen aber auch. Smarte Technologien können den Straßen­verkehr steuern, Krankenakten verwalten, oder auch die Verwaltung straffen und ­damit Kosten sparen helfen. Wir sind ­derzeit auf der Suche nach einer Partnergemeinde für einen Modellversuch zu »smart cities«. Auch die Cloud-Sicherheit steht auf unserer Forschungsagenda ganz oben. Weltweit arbeiten bei uns 3.500 ­Experten am Cloud-Thema und deren ­Sicherheit.

Das Gespräch führte Edmund E.Lindau.

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