15 Jahre Internet im Waldviertel Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


07.02.2011 Rudolf Felser

15 Jahre Internet im Waldviertel

Der Internetanbieter WVNET feiert seinen 15. Geburtstag. Als eines der ersten Unternehmen Österreichs haben die Waldviertler die Tore zum WWW auch hierzulande geöffnet.

Denkt man an Internetprovider, fallen einem schnell die "großen Namen", wie beispielsweise Telekom Austria, Tele2 oder UPC, ein. Ihnen ist gemeinsam, dass sie die österreichischen Ballungszentren fest in ihrer Hand haben. Doch auf der Suche nach Innovationen wird man oft auch – oder gerade – abseits der größeren heimischen Städte fündig.

So feiert etwa dieser Tage der Waldviertler Internetanbieter WVNET Geburtstag, der als eines der ersten Unternehmen Österreichs die Tore zum WWW auch hierzulande geöffnet hat. WVNET wurde vor 15 Jahren im Waldviertel gegründet und gehörte zu den Pionieren auf diesem Sektor. Keine 20 Firmen gab es damals in ganz Österreich, die die Zeichen der Zeit erkannt hatten und sich in das neue Feld "Internet" vorwagten.

Begonnen hat es 1995, als die beiden Waldviertelbeauftragten Adi Kastner und Ewald Volk die Initiative "Internet zum Ortstarif" ins Leben riefen. Bald darauf, am 16. Februar 1996, war es soweit: Die erste Standleitung für die Internetanbindung wurde freigegeben und der Betrieb aufgenommen. WVNET war geboren.

Dass gerade im Waldviertel diese Versuche besonders erfolgreich angelaufen sind, mag auf den ersten Blick verwundern, spricht aber für den Pioniergeist der Region. Ende der 90er Jahre hatte, wie eine Studie der Donau Uni Krems zeigte, das Waldviertel die größte Internetdichte Österreichs und eine der höchsten in Europa. Ein Erfolg, für den die Initiatoren und nicht zuletzt der Betreiber WVNET verantwortlich sind.

"Vor 15 Jahren haben wir mit einer Bandbreite von 64kbit/s begonnen.“ erinnert sich Geschäftsführer Josef Mayerhofer an die Startzeiten. "Heute bieten wir den Konsumenten das 3000fache der Leistung." Auch nach der Gründungsphase war man in manchen Bereichen unter den Ersten zu finden: So war WVNET eines der wenigen Unternehmen, die die damals neue Technologie ADSL im Modellversuch erproben durfte. Weitere neue Tätigkeitsfelder erarbeitete sich WVNET mit dem Umbau der Kabelnetze auf Internetfähigkeit, der ersten Breitbandanbindung von Gemeinden, Entwicklung eines neues System für die Aktualisierung von Webseiten, Fax to Mail und Mail to Fax und als Kooperationspartner beim Glasfaserprojekt der Gemeinden Großschönau-St. Martin-Bad Großpertholz.

Auch wenn der Wettbewerb mit den Großen nicht immer einfach ist, konnte sich der Betrieb am Edelhof bei Zwettl behaupten: "Für Standleitungen müssen wir hier mehr als doppelt so viel wie in den Ballungszentren zahlen. Aber wir haben mit unseren Aktivitäten fünf Arbeitsplätze geschaffen, 50 Prozent der Wertschöpfung bleibt in der Region, seit heuer wird auch erstmals ein Lehrling im Bereich Mediendesign ausgebildet“, so Josef Mayerhofer.

Die eigenen Stärken sieht man vor allem in der persönlichen Betreuung – im Allgemeinen eine Stärke heimischer KMU. Techniker und "Urgestein" Norbert Reitterer ist überzeugt: "Oft haben wir ein Problem schon behoben, bevor man bei großen Anbietern in der Hotline überhaupt jemand Zuständigen erreicht." Zu den 5.000 Kunden von WVNET gehören auch so renommierte Waldviertler Firmen wie die Brauerei Zwettl, der Kräuterhandel Sonnentor und die Firma Hartl Haus. (rnf/pi)

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema


Hosted by:    Security Monitoring by: