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07.05.2012 Rudolf Felser/apa

Micron gewinnt Rennen um Elpida

Der US-Chiphersteller Micron Technology ist einem Fernsehbericht zufolge als Sieger aus dem Bieterwettstreit um das japanische Insolvenzunternehmen Elpida Memory hervorgegangen.

© APA

Micron wolle für den Rivalen rund 200 Milliarden Yen (rund 1,9 Milliarden Euro) auf den Tisch legen, berichtete der japanische Sender NHK. In der letzten Bieterrunde hätten die Amerikaner zudem zugesichert, das größte Elpida-Werk in Hiroshima zu erhalten und die Mitarbeiter weiter zu beschäftigen. Zuvor hatte sich der südkoreanische Konkurrent SK Hynix aus dem Rennen um das japanische Unternehmen zurückgezogen. Elpida wäre für Hynix kein strategischer Gewinn, erklärte der Konzern.

Noch in diesem Monat könnte das Geschäft mit Micron abgeschlossen werden, berichtete NHK weiter. Bis August solle dem Insolvenzgericht ein Sanierungsplan vorliegen. An Elpida waren Kreisen zufolge neben Micron auch noch der US-Finanzinvestor TPG Capital zusammen mit dem chinesischen Partner Hony Capital interessiert.

Der Rückzug von Hynix hatte Spekulationen genährt, dass das japanische Unternehmen am Ende ohne rettenden Käufer dastehen könnte. Erst kürzlich hatte auch Toshiba Verhandlungskreisen zufolge die Segel gestrichen. Mit einem Kauf durch Micron könnte Elpida nun aber seinen Betrieb und den Schuldendienst an seine Gläubiger aufrechterhalten.

Der japanische Konzern ist hinter dem südkoreanischen Weltmarktführer Samsung und Hynix der drittgrößte Hersteller von DRAM-Speicherchips, die vor allem in Computern eingesetzt werden. Dem Unternehmen hat der harte Preiskampf in dem extrem von Absatzschwankungen und Überkapazitäten geprägten Markt zugesetzt. Zudem ließ der Trend zu Tablet-Computern die Nachfrage nach den klassischen DRAMs schrumpfen, da in den Tablets wie Apples iPad weniger dieser Halbleiter eingesetzt werden. Analysten zufolge dürften Elpida-Käufer vor allem an der Produktion der Japaner von jenen Chips interessiert sein, die auch in Smartphones und Tablets laufen.

Aber auch der starke Yen machte Elpida im vergangenen Jahr schwer zu schaffen, weil dieser die Produkte aus der drittgrößten Volkswirtschaft auf dem Weltmarkt verteuert. Der einstige Partner der zerschellten Infineon-Tochter Qimonda floh im Februar unter der Last eines hohen Schuldenbergs in den Gläubigerschutz. (apa)

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