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08.05.2012 Michaela Holy

Mastercard will bei Bezahlrevolution dominieren

Der Kreditkarten-Riese Mastercard will eine Schlüsselrolle bei digitalen Bezahlsystemen der Zukunft spielen. Mastercard will eine einheitliche Plattform schaffen, über die Zahlungen unabhängig von Ort oder Gerät abgewickelt werden können.

Mastercard will bei Bezahlrevolution dominieren

© APA

Mit dem System Paypass Online sollen Internet-Einkäufe abgerechnet werden. Händler werden bei ihren Angeboten einen entsprechenden Button platzieren können. Das ist ein Frontalangriff auf heutige große Anbieter wie die Ebay-Tochter Paypal. Teil des Gesamtkonzepts ist auch der bereits abgebotene Service zum Bezahlen per Handy.

Auf der Plattform will Mastercard zudem die komplette Infrastruktur für eine digitale Geldbörse anbieten, die über freie Schnittstellen auch anderen Anbietern offen steht. "Wir wollen mit Hilfe eines offenen Systems eine Zersplitterung des Marktes vermeiden", betonte der für zukünftige Bezahlmodelle in Europa zuständige Mastercard-Manager Arne Pache. "Es macht für einen Händler keinen Sinn, 25 verschiedene Bezahllösungen zu haben." In Deutschland sei das System zum Start noch nicht verfügbar, es sei aber bereits der Kreditwirtschaft vorgestellt worden.

Es gehe Mastercard zwar auch darum, die Marktpräsenz zu erhöhen, sagte Pache. "Aber wir wollen nicht primär die Marke in den Vordergrund stellen, sondern offene, internationale Standards schaffen, die das Einkauferlebnis für Verbraucher einfacher und schneller machen."

Dem Geschäft der Zahlungsabwickler stehen mit dem Vormarsch des Internets sowie der Smartphones und Tablet-Computer ein großer Umbruch bevor. Als besonders wichtig gelten mobile Bezahldienste.
Hier stehen viele Wettbewerber in den Startlöchern: Neben Mobilfunk-Anbietern auch etwa Paypal und die Mastercard-Konkurrenten Visa und American Express.

Allerdings entwickelten sich die mobilen Dienste bisher nicht so explosiv, wie in den vergangenen Monaten oft vorausgesagt worden war. Mastercard-Manager Pache betonte aber: "Im Hintergrund passiert viel mehr als von außen sichtbar ist." Es sei ein technisch extrem komplexer Bereich - und da könne es sein, dass einige Ankündigungen zu hohe Erwartungen an die schnelle Verfügbarkeit geweckt hätten. "Wenn ein System angekündigt wird, heißt es nicht, dass es binnen der nächsten sechs Monaten umgesetzt ist.

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