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06.06.2012 :: Printausgabe 12/2012 :: Christof Baumgartner +Premium Content

Schlechte Kaufmoral

Die Nutzung von illegaler Software nimmt weltweit weiter zu.

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2011 wurde in Österreich PC-Software im Wert von 758 Millionen Euro eingesetzt – davon lizenziert und bezahlt wurden aber nur Programme im Wert von 584 Millionen Euro. Somit waren fast ein Viertel (23 Prozent) aller Software in Österreich im letzten Jahr unlizenziert. Dabei ist die Lizensierungsmoral hierzulande vergleichsweise hoch. Weltweit waren 42 Prozent aller eingesetzten Programme unlizenziert, was Software im Wert von 63 Milliarden US-Dollar (rund 50 Milliarden Euro) entspricht. Vor allem moralische Gründe halten viele Österreicher (41 Prozent) davon ab, illegale Software zu benutzen, 29 Prozent geben an aus Angst davor, »erwischt zu werden«, Software lieber zu kaufen. Diese Zahlen gehen aus der aktuellen Piraterie-Studie der Business Software Alliance (BSA) im Verbund mit der IDC und dem Marktforschungsinstitut IPSOS hervor.

Auch die zunehmende Verbreitung von Tablet-Computern und die Popularität von Software-as-a-Service konnte nicht verhindern, dass die »Schattenwirtschaft« mit illegaler Software weiterhin blüht.Trotz des rasanten Wachstums dieser Angebote war ihr Anteil zu gering, um deutliche Auswirkungen zu haben. Auch der Anteil von Laptops am PC-Markt stieg leicht von 56 auf 57 Prozent. Da diese Geräte für gewöhnlich mit vorinstallierter Software geliefert werden, senkt ihre Verbreitung den Anteil unlizenzierter Software. Computernutzer hätten Achtung vor der geistigen Leistung, die in die Kreation von Softwareprogrammen investiert werde. Für diejenigen, die dennoch Raubkopien nutzen, sei aber oft der Druck offenbar noch zu gering, um zu legalen Angeboten zu wechseln. »Wir fordern die Regierungen auf, ihre Gesetze zum Schutz des Urheberrechts zu modernisieren und dafür zu sorgen, dass die Nutzer von illegaler Software die Konsequenzen für ihr Handeln zu tragen haben. Software-Piraterie behindert Innovation und Wirtschaftswachstum weltweit. Es bleibt das Ziel der BSA, sie durch Aufklärungs- und Rechtsarbeit weiter zu bekämpfen«, sagt Georg Herrnleben von der BSA. Weltweit verlagere sich der Software-Markt in die Schwellen- und Entwicklungsländer, die hohe Wachstums-, aber auch Piraterieraten aufweisen. 2011 gingen 56 Prozent aller verkauften PC in diese Länder, jedoch nur ein Bruchteil der legalen Software. (cb)

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