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KPN will Belgien-Geschäft verkaufen

Der niederländische Telekomkonzern KPN will ab Juli einen Käufer für sein belgisches Mobilfunkgeschäft suchen. Dann beginnt der Verkaufsprozess für die Sparte, die den gleichen Namen trägt wie die deutsche Konzernmarke Base. Mit der Sache vertraute Personen hatten den Wert des Belgien-Geschäfts laut Bloomberg zuvor auf 1,8 Mrd. Euro beziffert.

© APA

KPN versucht ein feindliches Übernahmeoffert des mexikanischen Konzerns America Movil abzuwehren, der seit kurzem auch Großaktionär bei der Telekom Austria ist. Erst am Mittwoch hatte KPN vorerst den Plan aufgegeben, seine deutsche Tochter E-Plus mit dem Konkurrenten O2 zu verschmelzen, der zum spanischen Telekomkonzern Telefonica gehört.

Den Angaben zufolge standen die Turbulenzen an den Finanzmärkten einer Vereinbarung im Weg. Das KPN-Management habe verschiedene Optionen geprüft, vor allem mögliche Synergieeffekte auf dem deutschen Markt, hieß es. Den Namen O2 nannte das Unternehmen dabei allerdings nicht.

Telefonica hatte vor wenigen Wochen angekündigt, ihre deutsche Tochter O2 möglicherweise an die Börse zu bringen. Der spanische Konzern benötigt dringend Geld, um seinen hohen Schuldenberg abzubauen. Den Niederländern sitzt dagegen ein neuer Großaktionär im Nacken. Gegen den Willen des Managements will der mexikanische Konzern America Movil bis zu 28 Prozent an KPN erwerben. Seinen Aktionären empfahl der KPN-Vorstand, nicht auf das Offert einzugehen. Das Unternehmen sei deutlich mehr wert als die gebotenen

acht Euro je Aktie.

Im Abwehrkampf gegen den ungebetenen Milliardär Carlos Slim hat KPN einen Rückschlag erlitten. Der von dem mexikanischen Investor kontrollierte Mobilfunkkonzern America Movil sicherte sich am Donnerstag nach eigenen Angaben die Kontrolle über knapp 21 Prozent an KPN. Damit stockte Slim seine Beteiligung binnen eines Tages von

8,7 Prozent an dem niederländischen Ex-Monopolisten auf. Der Mexikaner will seinen Anteil an KPN noch auf bis zu 27,7 Prozent ausbauen. KPN ist die Offerte von acht Euro je Aktie zu niedrig. Der Konzern hatte seinen Aktionären empfohlen, das 3,25 Milliarden Dollar schwere Angebot auszuschlagen.

Mit einem Teilausstieg bei der deutschen Tochter E-Plus wollte KPN eigentlich den Investor abschütteln, der groß bei den Niederländern einsteigen will. E-Plus ist die Cash-Cow von KPN - ohne die Deutschland-Tochter wäre der Konzern für Slim viel weniger attraktiv. Am Mittwoch musste KPN aber die Fusionspläne für E-Plus wieder in die Schublade legen. Das seit einem Jahrzehnt erwartete Zusammengehen des Mobilfunk-Marktdritten mit der kleineren o2 war damit vorerst vom Tisch.

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