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22.09.2009 Michaela Holy

Alfred Harl fordert sofortigen IKT-Gipfel für Österreich

Kein Versuch bleibt ungenutzt: Harl fordert klare Ziele und rasche Maßnahmen für die Informations- und Kommunikations-Technologiebranche.

Der Wirtschaftsstandort Österreich braucht dringend klare Ziele in der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) und einen IKT-Gipfel, an dem alle betroffenen Unternehmen und Institutionen teilnehmen, betonte Alfred Harl, Obmann des FV Unternehmensberatung und Informationstechnologie (UBIT) der Wirtschaftskammer Österreich. Österreichs Informations- und Kommunikationstechnologie sei veraltet, daher sei der weitere Ausbau von E-government und die stärkere Förderung von Breitband zum Wohle von Bürgern und Gemeinden ein Gebot der Stunde.

Harl fordert in diesem Zusammenhang ein Fünf-Punkte Programm, das die klare Definition der IKT-Ziele für Österreich, die Koordinierung aller IKT-Interessengruppen, die Definition der Abläufe und Bekanntmachungen dieser Ziele, eine transparente Kommunikation der Ergebnisse und ein Benchmarking mit anderen Ländern samt kontinuierlicher Verbesserungsstrategie beinhaltet.

"Zudem leidet die IT-Branche leide bereits jetzt unter akutem Fachkräftemangel, der sich bis 2020 noch verschärfen wird." Die jüngsten Statistiken zeigen einen dramatischen Anstieg der Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen. In einzelnen Bundesländern lag die Steigerung arbeitsuchender Jugendlicher in den letzten Monaten über 50 Prozent", erläuterte Harl. Österreich müsse seine hohen Lohnkosten durch Produktivität, Qualität und Innovationskraft wettmachen. Informations- und Kommunikationstechnologie habe sich dabei zu einem wichtigen Wettbewerbsfaktor entwickelt und sei für eine rund 25-prozentige Steigerung des Bruttoinlandproduktes und für eine etwa 30- bis 45-prozentige Steierung des Produktivitätszuwachses verantwortlich. Von den über 170.000 IKT-Fachkräften in Österreich seien nur etwa 20 Prozent bei reinen IT-Anbietern beschäftigt.

"80 Prozent der IKT-Experten finden sich in Schlüsselstellen in allen Bereichen der Wirtschaft wieder: vom Finanzbereich bis zur Medizin, von der Medienwelt bis zur Industrie. Im Dienstleistungsbereich und der gesamten Wissensgesellschaft ist Information und deren intelligente Verarbeitung der wichtigste Rohstoff geworden. Das Potenzial gut ausgebildete Menschen konnte in der Vergangenheit so manches Unternehmen - trotz des hohen heimischen Lohnniveaus - von einer Niederlassung in Österreich überzeugen", erläuterte Wilfried Seyruck, stellvertretender Obmann der UBIT.

Harl fordert daher eine interdisziplinäre Bündelung von Maßnahmen aus Bildung, Wirtschaft und Wissenschaft: "Dass die Politik sich angesichts der Wirtschaftskrise auf die Probleme jener Branchen konzentriert, die Arbeitskräfte freizusetzen drohen, ist kurzsichtig. Die Lösungen für die Konjunkturerholung liegt in den Zukunftsbranchen und diese sind IT-abhängiger denn je."

Harl setzt sich daher für eine Zusammenfassung von Ressourcen und Kompetenzen in einem IKT-Kompetenzzentrum: "IKT ist eine Querschnittsmaterie, die eine intensive Zusammenarbeit verschiedener Akteure und Institutionen verlangt. Kurzfristig sollte zumindest ein Regierungsbeauftragter ernannt und damit eine Koordinationsstelle für ein breites Netzwerk für weitere Aktionen zwischen Unternehmern, Branchenvertretung und Bildungseinrichtungen geschaffen werden. Partnerschaften, wie unsere Zusammenarbeit mit T-Systems im Rahmen der "IT-Offensive 2020", müssen auf eine breitere Basis gestellt und national koordiniert werden."

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