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23.09.2009 Alex Wolschann

Endkunden lassen gebeutelte Hersteller jubeln

Flachere Fernseher mit 3D, kleinere Notebooks, benutzerfreundlichere Smartphones und Haushaltsgeräte waren die Highlights der IFA.

Die 49. Funkausstellung IFA hat die Erwartungen der Aussteller übertroffen und meldet einen Rekord bei den Bestellungen. Mit Aufträgen von mehr als drei Milliarden Euro sei das bisher beste Ergebnis von 2008 übertroffen worden, hieß es im Abschlussbericht in Berlin. Zur weltgrößten Branchenschau in den Hallen unter dem Funkturm kamen an sechs Tagen knapp 229.000 Besucher, rund 9.000 mehr als im Vorjahr.

Die Zahl der Fachbesucher ist mit 119.000 (davon 25.500 aus dem Ausland), deutlich um 14 Prozent gestiegen. Insgesamt haben sich rund 228.600 Besucher über die neuesten Produkte unter dem Berliner Funkturm informiert. Das entspricht einem Plus von acht Prozent. Insgesamt präsentierten sich 1.164 Aussteller auf 121.000 Quadratmetern.

»Das Erfolgskonzept der IFA ist in diesem Jahr voll aufgegangen – sowohl hinsichtlich einer stärkeren Internationalisierung, Steigerung der Besucherzahlen als auch der Medienresonanz. Wir bewegen uns auf der IFA hin zu einer kontinuierlichen Ordertätigkeit, die sowohl dem Handel als auch den Herstellern eine gute Planungssicherheit und einen erfolgreichen Geschäftsverlauf ermöglicht«, bestätigt Rainer Hecker, Aufsichtsratsvorsitzender des IFA-Veranstalters Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik.

Der deutsche Markt für Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte sei trotz der Wirtschafts- und Finanzkrise stabil, während es in vielen europäischen Ländern Umsatzrückgänge gebe, hieß es im Bericht. Die Branche stelle sich in Deutschland auf ein gutes Weihnachtsgeschäft ein. In Europa werde noch in diesem Jahr mit einer Erholung gerechnet.

HAUSHALTSGERÄTE AUF DEM VORMARSCH Wie schon im Vorjahr waren auch heuer wieder etliche Aussteller aus dem Haushaltsgerätebereich in Berlin. Die Standfläche hat sich aber deutlich erhöht. In sieben Hallen präsentierten die Hausgerätehersteller ihre Innovationen. Ökologie und insbesondere Energieeffizienz waren ein zentrales Thema auf der IFA. Moderne Hausgeräte wie Waschmaschinen, Geschirrspüler oder Kühlschränke gehen extrem sparsam mit Ressourcen wie Strom und Wasser um und schonen so die Geldbörse des Verbrauchers. Gegenüber zehn Jahre alten Geräten beträgt die Einsparung zwischen 30 und 50 Prozent und das bei deutlich verbesserten Gebrauchseigenschaften und einem Mehr an Komfort.

TV UND 3D Hinsichtlich der Produkte waren, wie schon Tradition, die flachen Fernseher einmal mehr im Fokus der Aussteller. Aber auch neue 3D-Technologien und Notebooks gab es zu bestaunen. Es zeichnet sich etwa ab, dass zwischen Netbooks und Notebooks eine neue Produktkategorie entsteht. Grund dafür sind die neuen Intel CULV-Prozessoren: Sie leisten mehr als der in Netbooks verwendete Intel Atom, sind aber ebenfalls Strom sparend. Diese CULV-Notebooks werden die Grafikkarte nVidia ION nutzen, womit sie dann auch grafisch mehr zustande bringen als ein Netbook. Samsung bringt mit dem N510 ein Netbook mit der Ion-Grafikkarte heraus. Dementsprechend bietet das Gerät einen HDMI-Ausgang, um z. B. Full-HD-Filme auf einen Fernseher zu übertragen.

Neben einem 3D-Effekt und den verschiedenen Fortschritten in der LED-Technologie werden auch weiterhin neue Rekorde in der Bildfrequenz aufgestellt. Plasmabildschirme sind inzwischen bei 600 Hertz angelangt. Panasonics Z1 beispielsweise macht aus einem Signal mit 50 Hz aus jedem Einzelbild eine Abfolge von zwölf Bildern. So entstehen weitgehend ruckelfreie und sehr scharfe Bewegungen. Bei den LCD stellte LG einen 400-Hertz-Prototypen aus. Immer noch in den Kinderschuhen steckt die Amoled-Technologie. Diese Bildschirme sehen zwar prächtig aus – sehr flach und sehr leuchtend –- doch sind sie momentan zu klein, um in mittleren bis großen Fernsehern verwendet zu werden.

Da ganzjährig sehr viele neue Handymodelle auf den Markt kommen, stellt die IFA diesbezüglich keinen Meilenstein dar. Am auffälligsten ins Rampenlicht rückte das Sony Ericsson Xperia X2, das jetzt endlich, wie andere Smartphones auch, mit Windows Mobile 6.5 kommt. Das neue Samsung Jet beeindruckt mit hochauflösendem Amoled-Display und schnell reagierender Touch-Oberfläche. Daneben bringt Samsung voraussichtlich noch im September die Smartphones Omnia II I8000 und OmniaLite B7300 sowie das OmniaPro B7610 auf den Markt.

Bei den Navigationsgeräten werden Karten mit Internet-Zusatzdiensten angereichert. Garmins City Xplorer etwa ist eine Navigation für Fussgänger, die auch öffentliche Verkehrsmittel berücksichtigt. Die 50. IFA findet vom 3. bis 8. September 2010 in Berlin statt.

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