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23.09.2009 Christof Baumgartner

»IKT-Politik macht Sinn«

Eine blühende IKT-Wirtschaft kann für einen Standort nur förderlich sein.

»Wir haben heute eindrucksvoll nachgewiesen bekommen, dass IKT-Politik Sinn macht und dass IKT-Politik auch zu einer Belebung der lokalen Wirtschaft führt. Das wäre auch ein Weg für die Wiener Wirtschaft«, zieht Friedrich Kofler, Fachgruppenobmann UBIT Wien, Wirtschaftskammer Wien und Veranstalter der IT Stakeholderkonferenz, die im September in Wien über die Bühne ging, Bilanz. Kofler wies darauf hin, dass Wien ohne gezielte Maßnahmen seine Kompetenzen im IKT-Bereich verlieren könnte und zur verlängerten Werkbank von einigen Konzernen werden könnte. »Wien muss gezielt das vorhandene Potenzial nutzen und fokussiert durch eine kreative Unruhe neue Stärken in der IT entwickeln.« Kofler präsentierte eine Studie, in der gezeigt wird, dass die regionale Bruttowertschöpfung im direkten Vergleich fast 6,5-mal höher als im Tourismus sei. Bei den Erlösen und Erträgen übertreffe die IKT-Wirtschaft den Tourismus gar um den Faktor Zehn.

VORZEIGEBEISPIEL BERLIN Wie positiv eine regional koordinierte IKT-Politik zu einer nachhaltigen Stärkung eines Standortes beitragen kann, legte Ingrid Walther, Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen Berlin, dar. Walther verantwortet das Projekt »projektzukunft Berlin«, eine verwaltungs- und parteienübergreifende Initiative für den Strukturwandel der Stadt. »Wir entwickeln Strategien, initiieren, unterstützen und fördern Projekte für die IKT-Kreativwirtschaft. Ein wesentlicher Punkt dabei ist die Vernetzung von Unternehmen, Wissenschaft, Kultur, Verbänden und Politik.« Auf diese Weise sollen die Wachstumsbedingungen für die IKT- und Kreativwirtschaft optimiert werden. Gestartet wurde die Initiative 1997. Damals belegten die statistischen Kennzahlen eine im Vergleich zu anderen Städten »bemerkenswerte« Umsatzschwäche der Berliner ITK-Branche. Seit 2000 sei der Umsatz der Unternehmen um 40 Prozent auf neun Milliarden Euro und die Zahl der Unternehmen um 54 Prozent auf 4.000 gestiegen. Der Erfolg des Projekts basiere im Wesentlichen auf fünf Faktoren: »Konzentration auf wenige, klar definierte Handlungsfelder; Festlegung von Zielen; Definieren von konkreten Maflnahmen; Organisation einer produktiven Mischung von großen und kleineren Unternehmen und Forschungseinrichtungen; Aufbau einer Marke; Regelmäßige Überprüfung und Anpassung der eigenen Arbeit und Geduld – viel Geduld.« Die Stakeholderkonferenz war der erste Teil einer Initiative der Fachgruppe UBIT, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die öffentliche Aufmerksamkeit auf den IT-Standort Wien zu lenken.

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