Telenor und Alfa legen Vimpelcom-Streit bei Detail - Computerwelt

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05.10.2009 apa/Rudolf Felser

Telenor und Alfa legen Vimpelcom-Streit bei

Die Unternehmen haben ihren Streit beigelegt und planen, gemeinsam die Märkte in Zentral- und Südostasien zu erobern.

Die norwegische Telenor und die russische Alfa Group haben ihren jahrelangen Streit um den russischen Mobilfunkbetreiber Vimpelcom beigelegt und planen nun, gemeinsam die Märkte in Zentral- und Südostasien zu erobern. Wie Telenor in einer Aussendung mitteilte, soll eine umgekrempelte Vimpelcom zu annähernd gleichen Teilen den Norwegern und den Russen gehören und zunächst vor allem in Russland, der Ukraine und anderen GUS-Staaten sowie in Georgien, Vietnam, Laos und Kambodscha aktiv sein.

Es besteht eine eher indirekte Verbindung zu Österreich: Seit April 2009 sitzt Ex-Telekom-Austria-Chef Boris Nemsic im Chefsessel der russischen Vimpelcom (siehe auch "TA-Chef Boris Nemsic geht zur russischen Vimpelcom"). Man munkelt, er hätte sich seinen Wechsel "angenemer" vorgestellt. Denn die russische Alfa-Group-Tochter Altimo, die an Vimpelcom 44 Prozent hält, wirft der norwegischen Telefongesellschaft Telenor (einst Miteigentümer von One) vor, die Expansion in die Ukraine verzögert zu haben. Es herrscht also bisher etwas "dicke Luft" (siehe auch "Vimpelcom: Gericht entscheidet über Telenor-Anteil"). Telenor ist mit 29,9 Prozent an der Vimpelcom beteiligt, dem drittgrößten Mobilfunkanbieter Russlands.

Vimpelcom Ltd. ist laut Aussendung bereits in Bermuda registriert und soll ihr Hauptquartier in den Niederlanden aufschlagen. Geplant ist die Notierung an der Börse in New York. Die Bildung des neuen Telekom-Riesen soll bis Mitte kommenden Jahres abgeschlossen sein. Laut Aussendung soll die neue Vimpelcom zu einem "führenden Anbieter in Schwellenmärkten (emerging markets)" werden.

Telenor und Alfa sollen an Vimpelcom Ltd. jeweils rund 38 Prozent der Aktien erhalten und 35 beziehungsweise 43 Prozent der Stimmrechte erhalten. Basis für die Neubildung des Konzerns ist das Zusammengehen der bisherigen OJSC Vimpelcom und dem ukrainischen Anbieter Kyivstar. Alfa agiert über seine Tochter Altimo.

Telenor-Chef Jon Fredrik Baksaas rief die anderen Aktionäre der bisherigen Vimpelcom dazu auf, die Gründung des neuen internationalen Mobilfunkanbieters zu unterstützen und ihre Aktien gegen Anteile an der neuen Vimpelcom einzutauschen. Altimo hat laut Eigenangaben über 160 Millionen Mobilfunkkunden in Russland und anderen GUS-Staaten, Telenor weltweit ebenso viele. (apa/rnf)

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