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12.10.2009 apa/Michaela Holy

IKT für Österreichs Wachstum essentiell

Informations- und Kommunikationstechnologie ist eine zentrale Voraussetzung für Wirtschaftswachstum, erklärten heute Vertreter von IKT-Unternehmen.

Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) ist eine zentrale Voraussetzung für Wirtschaftswachstum, erklärten Vertreter von IKT-Unternehmen heute in Wien. Schon jetzt seien 30 Prozent des Wachstums sowie 40 bis 50 Prozent der Produktivitätssteigerung auf IKT zurückzuführen, sagte Harald Himmer, Generaldirektor von Alcatel Lucent. Die digitale Infrastruktur sei so wichtig wie die von Bahn/Straße oder Energie.

Obwohl die Branche sehr erfolgreich sei und ohne staatliche Förderungen massiv investiere, fehle in der Öffentlichkeit das Bewusstsein für die Bedeutung des Sektors, beklagte Peter Koren, Vize-Generalsekretär der Industriellenvereinigung. "Die Branche funktioniert zu gut", so seine Begründung, denn die Politik kümmere sich nur um Branchen mit Problemen. Koren wiederholte seine Forderung, die Forschungsprämie von acht auf zwölf Prozent zu erhöhen. Die aktuellen Kosten von 300 Mio. Euro würden dadurch angesichts der Wirtschaftskrise nicht einmal steigen, erwartet er.

Schon jetzt ist die Entwicklung rasant. Unternehmen, die es vor wenigen Jahren nicht gab wie Facebook oder Youtube sind heute weltweite Drehscheiben des Informationsflusses. Wenn die Telekommunikations-Infrastruktur in Österreich gut genug ist, dann könnte "das nächste Google aus Österreich kommen", denn die Reichweite jedes IT-Unternehmens sei weltweit, meint Hannes Ametsreiter, Chef der Telekom Austria. Eine der Voraussetzungen dafür ist die Beschleunigung des Datenstromes.

Anlass für die Pressekonferenz war eine Tagung zur "digitalen Zukunft" Österreichs anlässlich des zehnjährigen Bestandes des "Forschungszentrum Telekommunikation Wien" (FTW). Das FTW sieht sich als Schnittpunkt zwischen Industrie und Forschung. Ein kleines Land wie Österreich müsse sich aber auf einzelne Bereiche konzentrieren, wie die Mobiltelefonie, sagte Geschäftsführer Wolrad Rommel. Außerdem arbeite das FTW an "digitalen Ökosystemen", also an "intelligenten Lebenssystemen auf Basis erneuerbarer Technologien". Damit will man unter anderem eine "neue Mobilität" ermöglichen.

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