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04.11.2009 Michaela Holy

Open Source für Wien

Die Stadt Wien schreibt Projekte für innovative OSS-Entwicklungen von KMU für die öffentliche Verwaltung aus.

Der Einsatz von Open Source Software (OSS) trägt zur Zukunftsfähigkeit und Effizienz der öffentlichen Verwaltung bei. Die Stadt Wien hat diesem Aspekt Rechnung getragen. Bereits seit 1989 wird Open Source Software (OSS) mit großem Erfolg eingesetzt, beispielsweise werden derzeit im Wirkungsbereich der MA 14 rund 400 OSS-Server betrieben. Hauptanwendungsgebiete sind Print- und Fileserver, E-Government-Lösungen, der Internet- und Intranetauftritt der Stadt Wien und wesentliche Teile der Sicherheitsinfrastruktur. Darüber hinaus wurden im Rahmen des Wettbewerbs „Call IKT Vienna 2007“, welcher vom ZIT durchgeführt wurde, von 1,4 Millionen Euro Förderbudget rund 600.000 Euro für Open Source-Projekte aufgewendet. Aufgrund des bisherigen Erfolgs hat die Stadt Wien unter Federführung der MA14 Informations- und Kommunikationstechnologie, Geschäftsgruppe Stadtentwicklung und Verkehr die weitere Unterstützung innovativer OSS-Lösungen für die öffentliche Verwaltung beschlossen.

Die Ausschreibung „Open Source für Wien“ richtet sich an Einzelunternehmen, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Unternehmensgründer aus Wien, die Produkt- und Dienstleistungsinnovationen durchführen. Mit den OS-Projekten sollen technische Herausforderungen im Bereich der öffentlichen Verwaltung zukunftsgerecht gelöst, Einsparungspotenziale erzielt und die Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Bürgern und der Stadt weiter verbessert und optimiert werden. Darüber hinaus sollen die OS-Lösungen auch für Behörden im europäischen Raum und für den privatwirtschaftlichen Sektor einen Nutzen generieren.

Da der Open Source-Bereich in der öffentlichen Verwaltung eine breite Palette an Einsatzmöglichkeiten umfasst, können im Sinne einer Fokussierung der eingesetzten Fördermittel Vorhaben aus den Bereichen Virtueller Assistent, Formulargenerator für E-Government, Dokumentenmanagementsysteme, Digitale Signaturen, Geoinformationssysteme, Festplattenverschlüsselung und Firefox-Anpassungen und Erweiterungen unterstützt werden.

Innovative Vorhaben, die über die oben genannten Themenbereiche hinausgehen, können ebenfalls eingereicht werden, sofern ein deutlicher Nutzen und Mehrwert für die Stadt Wien erkennbar ist.

HÖHE DER FÖRDERUNG Förderbar sind unter anderem interne Personalkosten, Sachinvestitionen und externe Leistungen. Die Förderquote beträgt 35% für kleine, 25% für mittlere Unternehmen. Insgesamt stehen 300.000 Euro zur Verfügung.

Die Förderungen werden im Wettbewerbsprinzip vergeben. Die Projekte werden im Februar 2010 von einer Expertenjury unter dem Vorsitz von Roland Ledinger vom Bundeskanzleramt beurteilt. Die besten Projekte werden zur Förderung vorgeschlagen.

WIE EINREICHEN? Projekte können bis Dienstag, den 22. Dezember 2009 online eingereicht werden. Nähere Informationen zu den Ausschreibungsbedingungen und zur Online-Einreichung erhalten Sie auf der ZIT-Homepage oder telefonisch unter 01 4000 86 168, die Kontaktperson ist Manuela Schein (ZIT). Für Fragen zu den Ausschreibungsthemen steht Wolfgang Steiner von der MA 14 per Telefon unter 01 4000 91 601 zur Verfügung.

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