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13.11.2009 Michaela Holy

Erfolg für Nano-Initiative des BMVIT

ie Veranstaltung "NANO: Wissenschaft. Wirtschaft. Wirkung. 09", die Leistungsschau der Österreichischen NANO Initiative des BMVIT, fand großen Anklang.

Zahlreiche Interessierte von Firmen, Forschungsorganisationen, Bildungseinrichtungen, Ministerien, Botschaften und auch Privatpersonen machten sich ein umfassendes Bild vom Stand und der Zukunft der österreichischen Nanotechnologie. Dieser wurde auch von den internationalen Gästen eine hohe Wettbewerbsfähigkeit und erfolgreiche Zukunft attestiert.

Infrastrukturministerin Doris Bures zeigte sich sehr zufrieden mit dem großen Anklang, den die Leistungsschau ihres Ressorts in der Fachwelt erzielt hat: "Das große und gemeinsame Interesse von Wissenschaft und Wirtschaft an den Ergebnissen der Nano-Initiative zeigt, dass die Vernetzung von Forschung und Industrie hervorragend gelungen ist. So konnten wir exzellente Forschungsergebnisse direkt in die Wirtschaft überführen und unmittelbar Wirtschaftswachstum und mehr Arbeitsplätze schaffen."

Die Veranstaltung im Tech Gate Vienna war mit rund 200 Gästen restlos ausgebucht. Insgesamt kamen VertreterInnen von mehr als 35 Unternehmen, fast 30 Forschungs- und Wirtschaftsorganisationen sowie von 15 Bildungseinrichtungen und zahlreichen Ministerien und sogar Botschaften.

PATENTE, PROTOTYPEN UND PRODUKTE Insgesamt präsentierten alle acht Verbundprojekte der Nano-Initiative ihre Forschungsergebnisse, Patente und Produktentwicklungen. Denn bereits fünf Jahre nach Start der Initiative im Jahr 2004 sind weit mehr als 480 wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht und mehr als 30 Patente und Erfindungen angemeldet. So sind beispielsweise bereits neue Produkte zur Reinigung von Oberflächen und neue hochwertige nano-beschichtete Werkzeuge am Markt zu finden, die ein direktes Ergebnis der Nano-Initiative darstellen. Errungenschaften, die seit dem Jahr 2004 durch 50 Millionen Euro für hochkarätige Forschung und wirtschaftsnahe Entwicklung seitens des BMVIT möglich gemacht wurden und am gestrigen Tag "hands-on" erlebt werden konnten.

Denn neben anregenden Vorträgen gaben Anschauungsobjekte, Posterpräsentationen und intensive Gespräche ein umfassendes Bild der Nano-Initiative. Dabei wurde deutlich, dass die Nanotechnologie eine echte Querschnittstechnologie ist: Der Gesundheitsbereich, die Lebensmitteltechnologie, die Materialwissenschaften und die Elektronik sind nur einige Branchen, die in den Verbundprojekten vertreten sind. Und auch die Vielfalt des Publikums und der anwesenden Firmen spiegelte wider, dass Nanotechnologie in vielen Branchen von Bedeutung ist oder in naher Zukunft sein wird.

FORTSCHRITT DURCH FÖRDERUNG Der Erfolg der Nano-Initiative ist das Ergebnis der engen Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft, die auch mit Unterstützung der FFG gezielt gefördert wird. "Das Ziel der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft ist es, sowohl im Rahmen der NANO Initiative als auch in allen anderen Programmen mit durchlässigen Förderformaten starke Impulse für die österreichische Wirtschaft zu setzen", betonte der FFG-Bereichsleiter für thematische Programme, Emmanuel Glenck. Dass gerade die Nano-Initiative dazu einen wesentlichen Beitrag leistet, strich auch Michael Wiesmüller, stellvertretender Abteilungsleiter im BMVIT hervor. Denn diese setze seit bereits fünf Jahren auf die Zukunftstechnologie schlechthin und treibe damit ganz klar die internationale Wettbewerbsfähigkeit Österreichs voran. Dabei bietet die Nanotechnologie keineswegs nur für große Unternehmen enorme Chancen, wie Alex Dommann, CTO des Centre Suisse d'Electronique et de Microtechnique, mit Verweis auf die Entwicklungen in der Schweiz betonte. Denn kleinere und mittlere Unternehmen würden im Bereich dieser Technologie ihre klassischen Stärken Kundennähe und Flexibilität optimal einsetzen können.

Ein Highlight der Veranstaltung war auch die abschließende Gesprächslounge, in der Experten über die rasante Entwicklung der Nanotechnologie und über den verantwortungsvollen Umgang mit den neuen Erkenntnissen sprachen. Alex Dommann, vom CSEM Centre Suisse d'Electronique et de Microtechnique, in Neuchâtel, Arno Köpf von Böhlerit und Wolfgang Knoll, Direktor des Austrian Institute of Technology GmbH diskutierten neben Michael Nentwich, Direktor des Instituts für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, sowie Alexander Pogany, BMVIT. Dabei wurden Fragen zu Empfehlungen im verantwortungsvollen Umgang mit Nanopartikeln genauso diskutiert wie die Frage, ob in einigen Fällen auf die Entwicklung von Anwendungen verzichtet werden sollte.

Alle Diskutanten waren sich einig, dass eine differenzierte Diskussion in Zukunft notwendig ist, um vor allem unbedenkliche Einsatzgebiete von Nanotechnologie klar von jenen zu trennen, die mögliche Risiken beinhalten. Die klare Empfehlung aller Experten war jedoch unmissverständlich: Kontinuität, Kontinuität und Kontinuität. Als junge Zukunftstechnologie benötigt Nanotechnologie eine mittel- bis langfristige Kontinuität durch Forschungsinvestitionen und die Sicherstellung des Zugangs zu internationalen Forschergruppen und Infrastrukturen. Letztendlich ist es auch der Attraktivität des interdisziplinären Anspruches, den Nanotechnologien erheben, zu verdanken, dass im universitären Bereich Studentenzahlen in technischen und naturwissenschaftlichen Fächern dort steigen, wo auch in Nanotechnologie geforscht wird.

Insgesamt zeigte das Programm eine beeindruckende Bandbreite an Innovation für die Industrie und erste Anwendungen für Konsumenten. Diese rasche Umsetzung von Forschung in Innovation ist ein beeindruckender Beleg für gezielte und wirtschaftsnahe Forschungsförderung, die auch zusätzliche Forschungsinvestitionen der Projektpartner in Höhe von 20 Millionen Euro auslöste.

Weitere Informationen finden sich auf der Seite der Nano-Initiativeund bei der FFG.

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